Jugendliche duerfen nicht zu den Verlierern der Konjunkturkrise werden
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Jugendliche duerfen nicht zu den Verlierern der Konjunkturkrise werden
Der Rueckgang der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ausbildungsvertraege um 7,7 Prozent ist alarmierend. Bei allen Erfolgsmeldungen zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt darf nicht vergessen werden: Ausbildung und Ausbildungsbereitschaft gehen zurueck. Deswegen muessen Politik und Wirtschaft alles dafuer tun, um den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren. Die Marke von 600.000 Ausbildungsplaetzen muss der Massstab fuer den Ausbildungspakt bleiben. Nur so kann sichergestellt werden, dass jeder Jugendliche auch einen Ausbildungsplatz findet, der seinen Neigungen und Faehigkeiten entspricht. Die Jugendlichen sind die Fachkraefte von morgen und duerfen nicht zu den Verlierern der Konjunkturkrise werden.
Demographischer Wandel und konjunkturelle Faktoren beeinflussen auch den Ausbildungsmarkt. Richtig ist, dass die Zahl der Neubewerber sinkt und fuer Entlastung sorgt. Aber gerade die Zahl von 46 Prozent Altbewerbern zeigt, dass wir in den Bemuehungen auf dem Ausbildungsmarkt nicht nachlassen duerfen. Hier sind Bundesagentur fuer Arbeit und die Partner im Ausbildungspakt besonders gefordert.
Es muss mit aller Kraft verhindert werden, dass es zu einem weiteren Rueckgang des Ausbildungsplatzangebots kommt. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich dafuer ein, dass die Foerderung ausserbetrieblicher Ausbildungsplaetze fuer benachteiligte Jugendliche durch die Bundesagentur fuer Arbeit bei Bedarf mindestens auf das Niveau der Vorjahre aufgestockt wird. Zusaetzlich schlagen wir vor, dass das Bundesministerium fuer Bildung und Forschung ein Sonderprogramm fuer ausserbetriebliche oder betriebsnahe Ausbildungsplaetze auflegt. So koennte etwa das beim Bildungsministerium angesiedelte Ausbildungsplatzprogramm Ost aufgestockt und auf die alten Bundeslaender ausgeweitet werden.
Wir muessen den Ausbildungspakt weiterentwickeln. Die Ausbildungsplatz-Verpflichtungen der Wirtschaft muss weiter erhoeht werden. Auch Bewerber, die weniger gut qualifiziert sind, brauchen einen Ausbildungsplatz. Hier helfen wir mit dem Ausbildungsplatzbonus denjenigen, die schon laenger vergeblich eine Lehrstelle suchen.
Die SPD fordert eine Berufsausbildungsgarantie fuer alle, die aelter als 20 Jahre sind und weder Berufsabschluss noch Abitur haben. Sie sollen eine Chance in ausserbetrieblichen Ausbildungsangeboten bekommen und sich dort in Berufen mit Arbeitskraeftebedarf qualifizieren koennen. Ausserdem will die SPD es jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ohne Ausbildung ermoeglichen, moeglichst ohne Einkommensverlust in ihrem Betrieb eine Ausbildung nachzuholen. All dies hat die SPD bereits einstimmig beschlossen, das steht im Programm.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert alle Verantwortlichen auf, jetzt mit anzupacken. Wo es um die Bildungschancen von jungen Menschen geht, darf es kein Zoegern und kein Zaudern geben.
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Datum: 13.10.2009 - 18:48 Uhr
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