Mitteldeutsche Zeitung: Migranten Empörung über Lehrer-Warnung vor Sex mit Flüchtlingen

Mitteldeutsche Zeitung: Migranten
Empörung über Lehrer-Warnung vor Sex mit Flüchtlingen

ID: 1286032
(ots) - Der Philologenverband Sachsen-Anhalt schreibt in
seiner Mitgliederzeitung über die "Immigranteninvasion" und
angebliche sexuelle Belästigungen durch Asylbewerber und fordert
Aufklärung, damit sich Mädchen nicht "auf ein oberflächliches
sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern
einlassen". Das sorgt für Empörung bei Bildungspolitikern.
Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) kritisierte gegenüber der
Mitteldeutschen Zeitung, der Verband würde "Gerüchte verstärken,
Halbwahrheiten verbreiten und unsere Werte als Keule benutzen". "Das
grenzt an Hetze", kritisierte die Linken-Landesvorsitzende Birke Bull
den Verband. "Das ist inhaltlich auf einem unterirdischen Niveau, das
bedient Vorurteile und den rechten Rand", sagte
Grünen-Fraktionschefin Claudia Dalbert. Stein des Anstoßes sind
zentrale Passagen eines Artikels in der aktuellen Verbandszeitschrift
der Lehrergewerkschaft, unterzeichnet von Verbandschef Jürgen Mannke
und seiner Vize Iris Seltmann-Kuke. Darin heißt es, es sei nicht zu
übersehen, dass "viele junge, kräftige, meist muslimische Männer" ins
Land kämen. Und zwar "nicht immer mit den ehrlichsten Absichten".
Die "oft auch ungebildeten Männer" hätten ein Bedürfnis nach
Sexualität. Und schon jetzt höre man "aus vielen Orten in Gesprächen
mit Bekannten, dass es zu sexuellen Belästigungen" komme - "vor allem
in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten". Deshalb müssten
sich die "verantwortungsvollen Pädagogen" des Verbandes nun fragen,
wie man Mädchen ab zwölf Jahren vor Sex mit muslimischen Männern
warnt. Verbandschef Mannke wies gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung
die Kritik zurück. "Ich bediene keine rassistischen Ressentiments",
sagte er. "Wir machen uns Sorgen." Was in dem Artikel stehe, sei die
Wahrheit. "Ich habe mir vor 1989 nicht den Mund verbieten lassen und


tue das jetzt auch nicht", so Mannke.



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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