WAZ: Wirtschaft macht Front gegen
neues NRW-Naturschutzgesetz
ID: 1323558
ungewöhnlich heftig gegen das geplante neue Landesnaturschutzgesetz.
NRW-Arbeitgeberpräsident Horst-Werner Maier-Hunke sprach von
"industriefeindlicher Gesetzgebung" und einem weiteren Rückschlag für
den Wirtschafts- und Industriestandort. "Erneut werden
NRW-Unternehmen mit im Vergleich zu anderen Bundesländern
zusätzlichen und überzogenen umweltrechtlichen Vorgaben und Auflagen
belastet", sagte Maier-Hunke der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung
(WAZ, Montagausgabe).
Das rot-grüne Landeskabinett hatte in der vergangenen Woche ein
eigenes Landesnaturschutzgesetz beschlossen. Es soll noch vor der
Sommerpause vom Landtag verabschiedet werden. NRW-Umweltminister
Johannes Remmel (Grüne) will damit die biologische Vielfalt im
bevölkerungsreichsten Bundesland schützen. Rund 45 Prozent der Tier-,
Pilz- und Pflanzenarten seien gefährdet, mehr als 90 Prozent der
Fließgewässer keine intakten Ökosysteme mehr und 77 Prozent der
Lebensräume von Tieren in keinem guten Zustand.
Maier-Hunke, der die Landesvereinigung der Unternehmensverbände
führt, kritisierte dagegen gegenüber der WAZ einen "wiederholten
umweltpolitischen Alleingang": So würden die Chancen auf neue
Investitionen und Arbeitsplätze massiv gefährdet. Konkret macht die
Wirtschaft ihre heftige Kritik an neuen Vorgaben bei
Ausgleichsflächen für Neubaumaßnahmen, der Ausweitung von
ökologischen Schutzzonen und einem zusätzlichen Prüfaufwand für
Unternehmen fest. So soll bei künftigen Baumaßnahmen die verbrauchte
Fläche "ökologisch gleichwertig" ersetzt werden. Bisher reichte es,
einen Hektar abgeholzten alten Wald durch einen Hektar Streuobstwiese
auszugleichen. Demnächst dürfen die Behörden nach einem Punktesystem
deutlich größere Ersatzflächen verlangen.
Auch die geplante gesetzliche Festschreibung von 15 Prozent der
Landesfläche als Biotop-Verbund erzürnt Maier-Hunke: "Damit werden in
ländlichen Regionen erhebliche Flächen für Gewerbe und Industrie
entzogen." Gerade für die industriellen Herzkammern des Landes in
Südwestfalen, Ostwestfalen und Münsterland sei das fatal. Die
Bundesgesetzgebung verlangt nur 10 Prozent Biotop-Fläche.
Zudem macht die Wirtschaft gegen zusätzlichen ökologischen
Prüfungsaufwand für Unternehmen bei Investitionsentscheidungen und
eine Stärkung der anerkannten Umweltverbände durch das Remmel-Gesetz
Front. Nabu, BUND und Co. sollen bei einzelnen Planungsvorhaben
zusätzliche Klage- und Mitwirkungsrechte erhalten. Vor den
Unternehmensverbänden hatten bereits Interessenvertretungen der
Forst- und Landwirte heftige Kritik an den Gesetzesplänen geäußert.
Ein Sprecher des Umweltministeriums erklärte dagegen, NRW gehe in
Einzelfällen "nur minimal" über bundesgesetzliche Vorgaben hinaus.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.02.2016 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1323558
Anzahl Zeichen: 3267
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 262 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Wirtschaft macht Front gegen
neues NRW-Naturschutzgesetz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Katia Meyer-Tien zu Startups/Digitalisierung ...
Manchmal sind es die großen Innovationen, die die Welt verändern. Die Dampfmaschine, das Auto, der Computer, das Smartphone. Manchmal sind es Visionen, die ganz neue Gesellschaftsformen hervorbringen. Aber viel öfter sind es die kleinen Ideen, die das Leben von einzelnen, von Gruppen oder gar
Der Tagesspiegel: Munich Re: BilligesÖl ist ein Fluch ...
Die Munich Re sieht den Preisverfall beim Öl kritisch. "Bislang war das billige Öl immer ein Segen, weil es den Unternehmen Kosten erspart und den Verbrauchern Geld für den Konsum gebracht hat", sagte der Chefökonom der weltgrößten Rückversicherung, Michael Menhart, dem Tagesspie
Mitteldeutsche Zeitung: Autoexperte Dudenhöffer: "Leipziger Ami lieber absagen" ...
Nach dem angekündigten Rückzug zahlreicher großer Fahrzeug-Hersteller plädiert Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer dafür, die Leipziger Messe Auto Mobil International (Ami) ausfallen zu lassen. "Es ist besser die Messe sagt sie ab, als sich von Woche zu Woche neue Absagen von Autobauern
Ihr Vorsprung: Kompetent im Einkauf ...
Unser Seminar schult Sie in den Bereichen Verhandlungen und Kommunikation. > Potentiale im Einkauf erkennen und richtig nutzen > Risiken für das eigene Unternehmen reduzieren: Wir zeigen Ihnen wie Sie die Bonität Ihrer Lieferanten schnell und zuverlässig einschätzen > Tipps für d




