Südwest Presse: Kommentar - Abgeordnete - Ein Beispiel geben
ID: 1387901
erblassen. Gut jeder vierte Volksvertreter verdient sich zu seinen
9327 Euro an monatlichen Diäten noch etwas dazu. Das beginnt bei
bescheidenen 1000 Euro seit 2013, übersteigt bei Top-Nebenerwerblern
aber die Millionengrenze. Und manch Politiker mag argumentieren: Was
wollen die Wähler eigentlich? Durch das Zubrot bleibe ich dem ganz
normalen Leben verbunden und bin obendrein nicht abhängig von Partei-
und Fraktionsvorständen. Sie werden auf die Berufspolitiker zeigen,
die ihr Mandat behalten wollen und sich den Tonangebern in der
eigenen Partei anpassen. Gewiss, besser ist solch eine Abhängigkeit
nicht. Doch beim Streit um Nebeneinkünfte der Abgeordneten geht es
nicht ums nicht gönnen können, sondern vor allem ums wissen wollen.
Dieses öffentliche Amt auf Zeit bedarf der Transparenz. Das Parlament
übt die gesetzgebende Gewalt in einer Demokratie aus. Da muss klar
sein, ob Abgeordnete bei Entscheidungen vornehmlich ihrem Gewissen
folgen oder andere Interessen ihnen die Hand führen. In einer von
Materialismus dominierten Gesellschaft heißt dies zunächst: Spielen
beim Ja oder Nein zu diesem oder jenem Paragraphenwerk finanzielle
Abhängigkeiten eine Rolle oder nicht. Deshalb gehört zur
vielbeschworenen Transparenz, dass die Volksvertreter mehr als eine
vage Höhe ihrer Nebeneinkünfte darlegen, sondern vor allem mitteilen,
aus welcher Quelle das Geld fließt. Denn Offenheit ist und bleibt der
beste Garant gegen Korruption. Politiker, die Intransparenz in
anderen Weltregionen beklagen, sind verpflichtet, ein
unmissverständliches Beispiel zu geben.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.08.2016 - 18:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1387901
Anzahl Zeichen: 1901
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 511 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar - Abgeordnete - Ein Beispiel geben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Westdeutsche Zeitung: Petra Hinz im Interview: Ich werde mein Mandat niederlegen ...
Die Essener SPD-Abgeordnete Petra Hinz hält daran fest, ihr Bundestagsmandat gegenüber Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) niederzulegen. Derzeit befindet sich Hinz in einer Klinik in stationärer Behandlung. Sie werde das Mandat niederlegen, sobald sie die Klinik verlassen könne, erkl
Rehberg: Bleiben Sie bei der Wahrheit, Herr Gabriel ...
Innere Sicherheit ist bei der Union in guten Händen Der SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel hat behauptet, die Union habe seit der Amtsübernahme des Innenministeriums an der Sicherheit gespart. Dazu erklärt der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg:
Lausitzer Rundschau: Der Mut fehlt Zu Steuerkonzepten und Wahlkampf ...
In der Koalitionsvereinbarung steht viel über Verantwortung und solide Staatsfinanzen geschrieben, auch etwas über Steuervereinfachung. Aber spürbare Steuerentlastungen? Fehlanzeige. Und das, obwohl der Staat von einem Einnahmerekord zum nächsten eilt. Da geht doch wohl deutlich mehr. Längst
Lausitzer Rundschau: Keine falsche Scham Zum Konsum von Drogen und dessen Opfern ...
Wenn Heranwachsende drogenabhängig werden, ist das für Eltern in der Regel eine Katastrophe. Da sind die Sorgen um gesundheitliche Schäden, um das schulische oder berufliche Scheitern, um den heimlichen Griff des eigenen Kindes in die Geldbörse der Eltern zur Suchtfinanzierung, um das Abgleite




