Mitteldeutsche Zeitung: zu Mecklenburg-Vorpommern
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genau die Leute ein, die sich von der Politik vernachlässigt fühlen.
Und davon gibt es gerade in strukturschwachen Regionen wie
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die mit dem demografischen
Wandel am härtesten zu kämpfen haben, besonders viele. Jene sehen die
eingestellten Bahn- und Buslinien, die geschlossenen
Tante-Emma-Läden, Sparkassen und Kinos in den Dörfern. Und sie sehen,
dass die Integration der Flüchtlinge Milliarden Euro kostet. Das
tiefer gehende Gefühl dieses Protestes ist klar: Geld für Flüchtlinge
ist vorhanden, für uns auf dem Land macht keiner etwas. Für
Bundeskanzlerin Merkel wird dieser Protest zum existenziellen
Problem. Der Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Jahr vor
der Bundestagswahl vor allem eins: Symbolcharakter.
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Hartmut Augustin
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Datum: 04.09.2016 - 19:20 Uhr
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