Keine Bankenhilfe ohne konkrete Gegenleistungen
ID: 142283
Keine Bankenhilfe ohne konkrete Gegenleistungen
Zum heutigen "Konjunkturgipfel" bei der Bundeskanzlerin erklaeren die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poss und Hubertus Heil sowie die Arbeitsgruppensprecher Carsten Schneider, Nicolette Kressl und Garrelt Duin:
Fuer die SPD war immer klar: Das Ziel aller staatlichen Stuetzungsmassnahmen fuer den Bankensektor muss die Sicherung einer auskoemmlichen Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft sein, insbesondere der vielen mittelstaendischen Unternehmen, die keinen direkten Zugang zum Kapitalmarkt haben.
Allein die Tatsache, dass jetzt der sogenannte "Konjunkturgipfel" noetig wurde, zeigt: Dieses Ziel ist bisher nicht erreicht, auch wenn im Finanzsystem selbst eine gewisse Stabilisierung festzustellen ist. Im Gegenteil: Die fuer die kommende Zeit absehbaren neuen Belastungen fuer die Eigenkapitalausstattung der deutschen Banken zeigen neuen Handlungsbedarf, wenn der sich fuer 2010 abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland nicht bereits an fehlenden Finanzierungsvoraussetzungen scheitern soll.
Das zentrale Kriterium, an dem wir die Vorschlaege der Bundesregierung zur Abwehr einer drohenden Kreditklemme messen, ist deshalb: Stellen die Banken im Gegenzug zu weiteren Hilfen wirklich die erforderliche Ausweitung der Kreditvergabe sicher.
Nach den Erfahrungen der Vergangenheit reichen dafuer blosse Absichtserklaerungen oder unverbindliche Selbstverpflichtungen der Kreditwirtschaft nicht mehr aus.
Es muss klipp und klar gelten: Keine staatlichen Hilfen ohne Gegenleistung, keine unkonditionierte Abnahme von Risiken, keine weiteren Massnahmen ohne ganz konkrete Auflagen zur Kreditvergabe. Die Banken koennen nicht auf der einen Seite auf fehlendes Eigenkapital verweisen und gleichzeitig bereits wieder Milliardengewinne an die Anteilseigner und Millionenboni an ihre Manager ausschuetten.
Und es reicht auch nicht aus, bei der Pruefung dieser Massnahmen
- ueber die innerhalb der Regierungskoalition ja offenkundig wieder einmal keine Einigung besteht - stehen zu bleiben. Ohne ideologische Vorurteile muessen auch weitergehende Massnahmen intensiv geprueft werden, bis hin zu solchen, die - wie in anderen Laendern ja bereits praktiziert - auch gegen den Willen der Kreditinstitute vorgenommen werden.
Staatliche Hilfe fuer die Banken ist kein Selbstzweck. Im Ergebnis geht es um die Sicherung der Zukunft fuer die deutschen Unternehmen und die dort beschaeftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ihnen gegenueber steht die Bundesregierung in der Verantwortung.
© 2009 SPD-Bundestagsfraktion
Internet: http://www.spdfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 03.12.2009 - 12:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 142283
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 268 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Keine Bankenhilfe ohne konkrete Gegenleistungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Heute wurde der Regierungsflieger von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan aufgrund der Ankündigung der Bombardierung Beiruts aus Sicherheitsgründen kurz vor dem Landeanflug gestoppt. Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin: "Die unterbrochene Reise der Ministerin ist ein Ergeb
Schnellere Verfahren, starker Rechtsschutz: Verwaltungsgerichte modernisieren ...
Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss wird eine umfassende Modernisierung des Verwaltungsprozessrechts auf den Weg gebracht. Die letzten großen Reformen der Verwaltungsgerichtsordnung liegen mehr als zwanzig Jahre zurück. Seitdem haben sich Arbeitsweise, Digitalisierung und Belastung der Verwaltungs
Baugesetzbuch-Upgrade: Schneller bauen, günstiger wohnen, Schrottimmobilien bekämpfen ...
Deutschland braucht mehr bezahlbaren Wohnraum - und dafür ein Planungs- und Baurecht, das schneller, digitaler und einfacher funktioniert. Mit dem Baugesetzbuch-Upgrade räumt die Bundesregierung jetzt auf mit einem Gestrüpp aus Bürokratie, Papierverfahren und unnötigen Hürden. Das sorgt dafür
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Wo Reisende Zukunft sichern – Fünf Jahre nach dem Tsunami steht die Beluga School for Life für einen sozial und ökologisch verträglichen Tourismus in ...
Fünf Jahre später sieht das Ganze schon deutlich positiver aus. Zwar hängen vielen die traumatischen Erlebnisse von damals noch nach, doch haben sich Normalität und Zuversicht ihren Platz allmählich zurückerobert. So jedenfalls ist der Eindruck, wenn man in diesen Tagen durch den Schul- und Do
Union bricht Wahlversprechen zum Mindestlohn ...
> Anlaesslich der gestrigen Entscheidung des Koalitionsausschusses, einem Mindestlohn fuer die Abfall- und Entsorgungsbranche vorerst nicht zuzustimmen, erklaert die arbeits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme und der zustaendige Berichterstatter der Arbei
ARGE Wuppertal erhalten! ...
Im Februar dieses Jahres scheiterte auf Bundesebene ein Kompromiss zur verfassungsrechtlichen Absicherung des Modells der Arbeitsgemeinschaft und des Optionsmodells, nachdem im Dezember 2007 die derzeit praktizierte Mischverwaltung von Bund und Kommunen in den ARGEn für verfassungswidrig erklärt w
DEUTSCHMANN: Platzeck muss mit dem Stasi-Spuk Schluss machen ...
> BERLIN. Zu den nicht endenden Stasi-Problemen der Brandenburger Linksfraktion erklärt der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Berichterstatter für die Stasi-Unterlagenbehörde Reiner DEUTSCHMANN: Die rot-rote Regierung von Ministerpräsident Platzeck ist am Ende.




