neues deutschland: Kniefall vor den Rechten - die Afrika-Politik der Europäischen Union
ID: 1437035
Sahel-Region, in den Ländern am Tschadsee sowie in Libyen. Der neue
EU-Fonds, den Deutschland und Italien im Vorfeld des EU-Gipfels am
Donnerstag in Brüssel vorstellten, soll laut Titel Migranten schützen
und Rückkehrer in Afrika integrieren. Das klingt nicht schlecht - und
ist es doch. Erstens kehren die Menschen in der Regel nicht
freiwillig zurück, sondern werden - siehe die Abschiebung nach
Afghanistan - bald verstärkt zwangsweise von der Wohlstandsinsel
Europa zurück auf den geplünderten Kontinent Afrika verbracht. Zudem
knüpft Europa die Auszahlung des Geldes an die Bedingung, dass die
afrikanischen Regierungen die Grenzen dichtmachen sollen. Zweitens
werden die finanzierten Projekte, selbst wenn sie ein
entwicklungspolitisches Deckmäntelchen haben, europäischen Konzernen
nutzen. Darauf deutet auch der »Marshall-Plan Afrika« vom deutschen
Entwicklungsminister Müller hin. Dieser setzt explizit auf die
Zusammenarbeit mit deutschen Konzernen.
Eine wirksame Bekämpfung von Fluchtursachen - sie wäre im Grunde
viel einfacher, als immer neue Pakte abzuschließen und neue Fonds
aufzulegen. Die EU müsste eine andere Wirtschafts-, Handels- und
Klimapolitik anstreben. Eine, die nicht auf Expansion und Wettbewerb
setzt. So aber sind die 100 Millionen Euro nicht mehr als ein
Ablasshandel. Und die EU-Afrikapolitik ist ein Kniefall vor AfD und
Front National - notdürftig kaschiert durch eine menschenrechtliche
Rhetorik.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.12.2016 - 18:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1437035
Anzahl Zeichen: 1856
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 351 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kniefall vor den Rechten - die Afrika-Politik der Europäischen Union"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Deutsche Exportwirtschaft durch Brexit und drohenden US-Protektionismus besonders gefährdet ...
Wie entwickelt sich der Welthandel, wenn Großbritannien aus dem EU-Binnenmarkt ausscheidet und die künftige US-Regierung eine protektionistische Wirtschaftspolitik durchsetzt? Dieser Frage gingen HSBC und Oxford Economics im Alternativszenario ihres jährlichen "Trade Forecast" na
Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Grüne Düker: Abschiebung der Afghanen unmenschlich ...
Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen im Düsseldorfer Landtag, Monika Düker, die ihr Amt aus Protest gegen die Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge niedergelegt hat, kritisiert die Entscheidung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière: "Ich halte diese Politik für grund
Mittelbayerische Zeitung: Trump bleibt sich treu / Mit seinen Personalentscheidungen lässt der künftige Präsident keine Zweifel an seinen Absichten offen. Leitartikel von Stefan Stark ...
Beim jüngsten Donald-Trump-Gag der US-Comedysendung "Saturday Night Live" kann einem das Lachen schnell im Halse steckenbleiben: Walter White, der Crystal-Meth-Baron aus der Kultserie Breaking Bad, wird oberster Drogenbekämpfer Trumps, wie die Show in Anspielung auf umstrittene Persona
Mittelbayerische Zeitung: Radikaler Neustart / Kommentar zu Syrien ...
Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power sprach am Mittwoch von einem totalen Kollaps der Menschlichkeit in Syrien. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier verlangte ein radikales Umsteuern. Es gebe keine Ausreden mehr für fehlende Humanität. Adressat der beiden Reden war Wladimir




