Abschiebung von Kindern sofort stoppen!
ID: 1495893
gegen Abschiebung von Kindern auf.
Abschiebeversuche, wie der am 31. Mai in Nürnberg, sind eine
menschliche Katastrophe. Ein so brutales und unverhältnismäßiges
Auftreten der Polizei gegen Schüler zeigt auf, dass wir ein Problem
haben. Abschiebungen in Kriegsgebiete, denn als nichts anderes dürfen
wir Länder wie Afghanistan bezeichnen, sind ohnehin schon fragwürdig,
wenn nicht moralisch verwerflich. Schüler und in der Ausbildung
befindliche Geflüchtete und Migranten unter Einsatz von
Polizeihundertschaften aus ihren Klassenzimmern zu zerren, ist
Wahnsin. Schulen und Ausbildungsstätten müssen unter besonderem
Schutz des Staates stehen und dürfen nicht als Übungsgelände für
prügelwütige Bereitschaftspolizei missbraucht werden. Wir PIRATEN
fordern, diese menschlich verwerfliche und ressourcenverschwendende
Praxis zu beenden. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen,
unterstützen wir die Demonstration zum Schutz von Schülerinnen und
Schülern der Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco heute um 18:00
Uhr auf dem Salvatorplatz in München.
Benjamin Wildenauer Bundestagskandidat der Piratenpartei
Deutschland kommeniert: "Dass ein junger Mann, der als Teenager nach
Deutschland kam, eine Ausbildungsstelle gefunden hat und
offensichtlich als gut integriert einzustufen ist, unter Einsatz
einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei sowie Pfefferspray
gewaltsam aus seiner Berufsschule abgeführt wird, um in ein
nachweislich unsicheres Land abgeschoben zu werden, weckt in mir ein
Gefühl, das mit dem Wort Wut nur unzureichend beschrieben werden
kann. Die so oft und zu Recht geforderte Bereitschaft zur Integration
hat offensichtlich keinerlei Einfluss auf die gängige
Abschiebepraxis. Ein Anschlag mit 90 Toten in Kabul ändert nichts an
der Sichtweise der Bundesregierung, dass Afghanistan ein sicheres
Herkunftsland sein soll. Er taugt nicht einmal als Anlass,
Abschiebungen nach Afghanistan endlich zu stoppen, sondern nur zu
deren vorübergehender Aussetzung. Das mit der Begründung, dass die
örtlichen Behörden und die Botschaft gerade andere Aufgaben zu
erledigen haben. Was für eine Farce! Es ist alles auf so vielen
Ebenen falsch! Dass Herr de Maiziere sich morgens überhaupt noch im
Spiegel ansehen kann, ist für mich nicht nachvollziehbar."
Thomas Mayer, Bundestagskandidat der PIRATEN im Wahlkreis
München-Ost betont:
"Wenn Geflüchtete mit Schlagstöcken und Pfefferspray aus Klassen
geholt werden, dann verhält sich der deutsche Staat wie die
diktatorischen Regime, vor denen diese Menschen hier Zuflucht suchen.
Gesetze, die wir mit dem Schlagstock gegen die nächste Generation
durchsetzen müssen, sind schlechte Gesetze. Insbesondere, wenn sich
Vollzugsbehörden eben nicht an die Gesetze halten. Abschiebungen
während der Ausbildungszeit dürfen sollten nicht vorkommen. Da wir
uns aber im Bundestagswahlkampf befinden und CDU/CSU sowie SPD Härte
insbesondere gegen Geflüchtete aus Afghanistan zeigen wollen, wird
hier der Weg der maximalen Eskalation gegangen. Wir PIRATEN
verurteilen das Vorgehen der Behörden und Polizei. Wir dürfen wir uns
aber auf weitere Vorfälle wie den in Nürnberg vorbereiten, denn
Innenminister de Maizière lässt nun tausende Asylanträge vorzeitig
prüfen - und das mitten im Wahlkampf. Es ist von CDU/CSU und SPD
unverantwortlich, Menschenleben aufs Spiel zu setzen und auf deren
Kosten Politik zu machen. Daher unterstützen wir die Kundgebung zum
Schutz von Schülerinnen und Schülern gegen die Abschiebepraxis am
Donnerstag, den 1. Juni, um 18 Uhr auf dem Salvatorplatz in München
und rufen zur zahlreichen Teilnahme auf."
Quellen:
[1] Protest gegen Abschiebung eskaliert , http://ots.de/rBUif
[2] Verletzte bei Demo gegen Abschiebung von Mitschüler ,
http://ots.de/g3zCM
[3] Kundgebung Donnerstag 1. Juni 2017 | 18.00 Uhr Salvatorplatz,
http://ots.de/fxuHN
[4] Titel, http://ots.de/6QxCM
Bildmaterial:
Sie benötigen freie Fotos zur Bebilderung Ihrer Beitrags über die
Piraten, Logos oder weitere Informationen? Gerne helfen wir Ihnen
weiter. Eine stetig wachsende Auswahl an Fotos stellen wir Ihnen auf
unserem flickr-Account unter
https://www.flickr.com/photos/piratenpartei/ bereit, Fotos der
Mitglieder des Bundesvorstands und der Spitzenkandidaten finden Sie
unter https://vorstand.piratenpartei.de/vorstand/, Logos und
Plakatreihen aus allen Ländern sind auf unterer Wikiseite unter
https://wiki.piratenpartei.de/Fotos zu finden. Sollten Sie nicht
fündig werden, sendet Ihnen unsere Pressestelle auf Anfrage gerne
weitere Motive zu.
Pressekontakt:
Pascal Hesse
Bundespressesprecher
Bundesgeschäftsstelle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Piratenpartei Deutschland
Pflugstr. 9A | 10115 Berlin
E-Mail: pascal.hesse@piratenpartei.de
E-Mail: presse@piratenpartei.de
Web: www.piratenpartei.de/presse
Telefon: 030 / 60 98 97 510
Fax: 030 / 60 98 97 519
Alle Pressemitteilungen finden Sie online unter:
www.piratenpartei.de/category/pm/
Original-Content von: Piratenpartei Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.06.2017 - 16:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1495893
Anzahl Zeichen: 5792
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Abschiebung von Kindern sofort stoppen!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Piratenpartei Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Am Samstag fand in Lambsheim der zweite Landesparteitag 2024 der Piratenpartei Rheinland-Pfalz statt. Bei den Vorstandswahlen wurde Heiko Müller erneut zum Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden Sascha Ruschel als stellvertretender Vorsitzender sowie Roland Hartung als Scha
PIRATEN Hannover kritisieren Aktionismus bei Waffenrechtsantrag im Bundesrat ...
Am heutigen 14.06. fasste der Bundesrat auf Initiative des Landes Niedersachsen einen Beschluss, die Bundesregierung zur Verschärfung des Waffenrechts aufzufordern. Künftig soll unter anderen das Tragen von Waffen im Sinne des Waffenrechts im ÖPNV und dessen Gebäuden außerhalb verschlossener Be
Europawahl: Piratenpartei dankt für 186.000 Stimmen ...
Die Piratenpartei Deutschland bedant sich herzlich bei den über 186.000 Personen, die ihr bei der Europawahl ihr Vertrauen geschenkt haben. Trotz des verpassten Einzugs von Spitzenkandidatin Anja Hirschel ins Europäische Parlament freut sich die Partei, weiterhin eine Vertretung durch Markéta Gre
Weitere Mitteilungen von Piratenpartei Deutschland
Stuttgarter Zeitung: zu den Problemen beim Bamf ...
Franco A. ist angeblich ein Einzelfall, behauptet die Regierung, ohne sich wirklich dafür verbürgen zu können, weil sie bis jetzt nur 2000 von Hunderttausenden Asylakten überprüfen ließ. Diese Revision ergab Verfahrensmängel in haarsträubender Häufigkeit. Bei den meisten mag es sich u
WAZ: Ja zum Fach Wirtschaft - Kommentar von Tobias Blasius zu Schwarz-Gelb in NRW ...
Ein neues Schulfach "Wirtschaft" wirkt auf den ersten Blick schwer vereinbar mit dem vielbeschworenen Ziel, die Stundenpläne zu entrümpeln. Doch bei näherer Betrachtung scheint es jede Mühe wert, im Zweifel lieber bei weniger lebensnahen Unterrichtsstoffen Platz zu schaffen für ei
neues deutschland: Minderjährige Flüchtlinge sind besonderer Gewalt ausgesetzt - Dokumentation der Antirassistischen Initiative Berlin spricht von Verdoppelung der Delikte seit 2015 ...
Minderjährige Flüchtlinge sind im vergangenen Jahr in Deutschland ungleich öfter Opfer gewalttätiger Übergriffe geworden als 2015. Mit 134 verletzten Minderjährigen registrierte die Antirassistische Initiative Berlin im Vergleich zum Vorjahr eine Versechsfachung (2015: 23 Körperverletzunge
"Wir brauchen mehr Altenpflege; nicht deren Siechtum!" / bpa-Präsident kritisiert fehlende Anhörung zum Pflegeberufegesetz und mangelnde Umsetzung des politischen Kompromisses ...
Trotz diverser Fragen und heftiger Kritik am vorliegenden umstrittenen Pflegeberufereformgesetz hat der Gesundheitsausschuss des Bundestages am heutigen 31. Mai 2017 entschieden, dazu keine Anhörung mehr durchzuführen. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dien




