Westdeutsche Zeitung: ZU: Bundestagswahl
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zudem die Lebenslüge von der gelungenen "inneren" deutschen
Wiedervereinigung ein weiteres Mal als Illusion entlarven: 27 Prozent
der ostdeutschen Männer haben nach den ersten Daten die AfD gewählt,
weil sie sich konstant benachteiligt fühlen. Daran muss die Politik
endlich arbeiten. Denn 27 Jahre nach der deutschen Vereinigung
schwinden jetzt im Westen langsam Geduld und Bereitschaft, zum
eigenen Schaden an Infrastruktur und Investitionen fortgesetzt
Bundesländer zu alimentieren, deren Bevölkerung offenbar ein
Verständnisproblem damit hat, wer 1990 welchem Wertesystem
beigetreten ist. Die Millionen von Wählern, die ihre Stimme der AfD
gegeben haben, werden in Kürze feststellen, dass sie den Wahlzettel
auch hätten in die Mülltonne werfen können. Das teils offen
rassistische und rechtsextreme Personal, das auf dem Ticket der AfD
in den Bundestag gespült wurde, wird dort parlamentarisch
vorhersehbar scheitern. Die AfD ist in ihrer gesamten Aufstellung
vollkommen ungeeignet, sich zu einer respektablen Vertretung
konservativer Kräfte zu entwickeln. Ihre Abgeordneten sind nichts
weiter als schlechter Umgang, und neben den erwartbaren Skandalen
wird ihre Wahrnehmbarkeit sich sehr schnell reduzieren.
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Datum: 24.09.2017 - 20:55 Uhr
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