Führungsverhalten
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Eine Führungsaufgabe sollten nur jene übernehmen, die es menschlich auch können. Führung hat nichts mit Intelligenz, Härte oder Betriebszugehörigkeit zu tun. Das gilt nicht nur für große und mittlere Unternehmen, sondern auch für die kleinen. Jeder Unternehmensgründer sollte sich die Frage nach seinen Führungsqualitäten stellen; hat er oder sie diese nicht, wird die wichtigste Säule in jedem Unternehmen von Anfang an kränkeln. Deshalb ist die Frage erlaubt: Was muss eine Führungskraft können?
•Menschen ernst nehmen,
•auf ihre Belange hören,
•gut kommunizieren.
Dies klingt sehr einfach, ist für viele im Berufsleben jedoch eine unüberwindbare Hürde. Um Menschen ernst nehmen zu können, braucht es Zeit. Zeit für Gespräche, Zeit für Beobachtungen, Zeit zum Ausprobieren. Dabei ist gerade Zeit ein Faktor, der stets mit Geld gleichgesetzt wird. Mit anderen Worten: Zeit darf es nicht kosten! Dieses Denken auf Führungsebenen lenkt in die Sackgassen der inneren Kündigung, Dienst nach Vorschrift, Krankschreibung. Auch ständige Fluktuation in der Abteilung ist ein Signal für falsche Führung.
Um auf die Belange von Menschen zu hören, muss ihnen nicht nur zugehört werden, sondern es sind auch Strategien und Maßnahmen nötig, um die Belange der Menschen umzusetzen. Maßnahmen im personalwirtschaftlichen Bereich sind in der Regel
•Fortbildungen und Workshops
•ergonomisches Mobiliar
•Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern
Auch flexible Arbeitszeitregelungen oder Home-Office gehören zu den Angeboten, die es in vielen Unternehmen gibt. Ein firmeneigenes Fitness-Studio, Duschen für Fahrradpendler, eine Kindertagesstätte oder eine Betriebskantine – nicht überall ist alles denkbar, jedoch sind bei einer Vielzahl von Mitarbeitern viele Belange möglich. Führungskräfte sind in diesen Fällen diejenigen, die Druck von zwei Seiten erhalten und ihn aushalten müssen. Lehnt die Unternehmensleitung eine Strategie ab, muss eine Führungskraft dies nicht mur mitteilen, sondern auch auffangen. Alternativen müssen das bieten, was zu den Belangen passt und nicht wie ein Trostpflaster aussehen.
Hier ist die Kommunikation wichtig, um Entscheidungen verständlich, mitmenschlich und adäquat zu vermitteln. Dabei müssen Führungskräfte sehr genau im Blick haben, wem sie etwas in welchem Rahmen mitzuteilen haben. Ein Vier-Augen-Gespräch zieht Vertraulichkeit nach sich, darf also nicht nach außen getragen werden. Ein Gruppen-Gespräch muss die Dynamik des Teams berücksichtigen, denn zwischen Meinungsmachern und Abnickern sitzen jene, die sowohl für konstruktive Ideen als für das Gelingen einer Aufgabe wichtig sind. Für Konfliktgespräche ist Neutralität geboten, das Wissen um Konfliktentwicklung, um die Persönlichkeit der Kontrahenten sowie um mögliche Lösungen. Ob diese Lösungen teamgerecht sind oder zur Unternehmensstrategie passen, kann erst im Verlauf des Gesprächs berücksichtigt werden.
Zwischen all diesen Anforderungen dürfen Führungskräfte nicht die eigenen Belange vergessen und schon gar nicht ihren Wohlfühlfaktor. Denn auch dies hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Beschäftigten: Ist der Vorgesetzte gut gelaunt und entspannt, macht eine Zusammenarbeit auch Spaß. Wem die Arbeit Spaß macht, der ist auch gern dabei. Das macht effizientes Arbeiten möglich.
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Datum: 23.10.2017 - 15:44 Uhr
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