Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik
Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen AfD-Politiker vor dem Abschluss
ID: 1551412
AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner steht kurz vor dem
Abschluss. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche
Zeitung (Mittwochausgabe). Die Staatsanwaltschaft Erfurt prüft den
Tatvorwurf der Vergewaltigung, Büttner bestreitet ihn. Wichtige
Erkenntnisse könnte nun ein Smartphone liefern. Die
Staatsanwaltschaft hat es nach Informationen der Zeitung Ende Oktober
bei einem Magdeburger Rechtsanwalt beschlagnahmt. Am 16. November vor
einem Jahr hatte Büttner bei einer Tagung in Erfurt mit seiner
Referentin Lena K. in einem Hotel-Doppelzimmer übernachtet. Fünf
Wochen später erstattete die Frau Anzeige. Sie wirft dem Abgeordneten
einen sexuellen Übergriff in jener Nacht vor. Das beschlagnahmte
Handy könnte die Rekonstruktion des Geschehens entscheidend
voranbringen. Das Gerät gehört dem mutmaßlichen Opfer und soll Text-
und Sprachnachrichten enthalten, die Büttner und seine Mitarbeiterin
über Monate hinweg ausgetauscht haben. Bis jetzt lag das Telefon bei
einem Rechtsanwalt, dem sich K. zunächst anvertraut, von dem sie
sich später aber getrennt hatte. Die gespeicherten Dateien werden nun
ausgewertet. Nach der Sichtung wollen die Ermittler entscheiden, ob
sie Anklage erheben. Büttner selbst hatte Ende Januar erklärt, er
sei unschuldig: "Ich habe die in der Presse über mich verbreiteten
Vorwürfe nicht begangen." Die zuständige Staatsanwaltschaft Erfurt
spricht von "umfangreichen und schwierigen Ermittlungen", die noch
nicht abgeschlossen seien. Nach MZ-Informationen hat die Polizei
mindestens zwei AfD-Landtagsabgeordnete zu den Geschehnissen befragt.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
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Datum: 15.11.2017 - 02:00 Uhr
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