Westfalenpost: In der CDU wird es wieder spannend
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Kritiker nachsagen, dass sie wie Helmut Kohl Dinge gerne aussitzt,
hat binnen weniger Tage gleich zwei wichtige Richtungsentscheidungen
getroffen. Mit der künftigen Generalsekretärin Annegret
Kramp-Karrenbauer hat sie die quälende Frage nach der Amtsnachfolge
beantwortet und den männlichen CDU-Granden eine Schwester im Geiste
vor die Nase gesetzt. Und mit der Berufung ihres härtesten Kritikers
Jens Spahn gibt die Kanzlerin den Merkel-Gegnern Raum für
Profilierung. Auch das ist taktisch geschickt. Denn für Spahn ist der
Höllenjob am Kabinettstisch reserviert. Pflegenotstand, Kassenkrise,
Ärzteflucht. Damit wird Jens Spahn künftig zu kämpfen haben. Dazu hat
er die mächtigsten Lobbygruppen aus Ärzteschaft und Pharmaindustrie
im Genick, die alle an die Milliarden-Töpfe drängen. Das Amt hat
schon die Erfahrensten zerrieben, Ulla Schmidt könnte ein Lied davon
singen. Merkels Kalkül: Da bleibt wenig Zeit für Macht-Ränkespiele
und die Gefahr des Scheiterns ist groß. Aber Spahn ist aus hartem
Holz und die Gesundheitspolitik sein Steckenpferd - die Chancen
stehen gut, dass es ihm gelingt, den Zweikampf mit Merkels
Kronprinzessin aufzunehmen. Dabei geht es um die Frage: Wer ist der
chancenreichste Kanzlerkandidat der Union 2021? Und da prallen mit
"AKK" und Spahn zwei Welten aufeinander. Die erfahrene
Mehrfachministerin vom Land mit Familie, überzeugte Sozialpolitikerin
und Funktionärin bei den Katholiken. Auf der anderen Seite der
Nachwuchsstar, bekennend homosexuell, der auch etwas weiter rechts
gut ankommt. Dieser Richtungskampf könnte tatsächlich spannend
werden und wieder Feuer in die CDU bringen, das viele - nicht nur in
der Partei - schon länger vermissen.
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Datum: 25.02.2018 - 20:19 Uhr
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