Westfalenpost: Kleines Kita-Einmaleins / Kommentar von Nina Grunsky zu den Kita-Gebühren
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der sozialen Herkunft abhängig. Daran hat sich seit der
Veröffentlichung der ersten Pisa-Studie nichts geändert - trotz aller
Reformen an den Schulen. Dass sich darüber niemand wundern darf,
belegt die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung wie der Vergleich
der unterschiedlichen Kita-Gebühren in NRW.
Für die Höhe der Gebühren sind die Kommunen zuständig. Sie legen
auch fest, bis zu welcher Einkommenshöhe Eltern von den Beiträgen
befreit bleiben. Es gehört zum kleinen Kindergarten-Einmaleins, dass
Gemeinden, die knapp bei Kasse sind, mehr Geld eintreiben müssen als
wohlhabende Städte. Sie können das nicht allein von den reichen
Eltern nehmen, um nicht die zahlungskräftigen Familien, die sie
brauchen, zu vergraulen. Sie kommen zudem schneller auf den Gedanken,
von Eltern ganz kleiner Kinder, deren Betreuung aufwendiger ist, mehr
Geld zu verlangen als von anderen. All das lädt sozial schwächere
Familien nicht unbedingt ein, die Chance frühkindlicher Bildung zu
nutzen.
Den Kommunen Gestaltungsfreiheit zu überlassen, ist gut. Aber
Kita-Beiträge sind dafür nicht das richtige Spielfeld. Wenn
Bildungserfolg nicht von sozialer Herkunft abhängig sein soll, müssen
alle Kinder die gleichen Startchancen bekommen.
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Datum: 28.05.2018 - 21:10 Uhr
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