neues deutschland: zum Parteitag der AfD
ID: 1626528
Zeit hat es die Partei geschafft, im Mainstream des politischen
Geschäfts anzukommen. Wohlgemerkt ist das nicht allein ihr Verdienst.
Der Mainstream biedert sich den Rechten an, der Zeitgeist flirtet mit
der völkischen Gesinnung, die in ganz Europa wiederkehrt. Inzwischen
lautet die Frage auch in Deutschland nicht mehr, ob, sondern wann es
zu einer ersten Regierungsbeteiligung der AfD kommt. In Augsburg
machte die Partei deutlich, dass sie bereit dazu ist, Teile ihres
Selbstverständnisses über Bord zu werfen, wenn es ihr einen Vorteil
bringt. Staatsferne? Nicht, wenn über eine parteinahe
Erasmus-Stiftung Millionen Euro an Förderung winken. Selbst
offensichtlichste Widersprüche im Denken und Handeln haben der AfD
bisher nicht geschadet. Gauland kann die Merkel-Regierung als
»Regime« bezeichnen, während Weidel eine mögliche Koalition mit der
CSU andeutet. Meuthen darf von der Schleifung der gesetzlichen Rente
träumen, während Höcke den nationalen Sozialstaat propagiert. Die
AfD, sie erinnert an einen Gemischtwarenladen aus Kolonialzeiten:
vielfältiges Angebot, aber nur für die eigenen Leute, denen man unter
dem Banner des Chauvinismus Wohlstand verspricht. Was kümmert einen
auch das Leid aller Anderen? Das Schlimme ist: Die AfD kommt damit
durch. Eben weil ihre Gesinnung mittlerweile wieder Anschluss an die
Mehrheitsgesellschaft findet.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.07.2018 - 17:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1626528
Anzahl Zeichen: 1767
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 322 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: zum Parteitag der AfD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Unions-Politiker Dorothee Bär und Thomas Jarzombek verstoßen gegen den Koalitionsvertrag: "Unverfrorener Manipulationsversuch gegenüber EU-Abgeordneten" ...
BDZV und VDZ fordern Klarstellung der Bundeskanzlerin Die Spitzenverbände der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, BDZV und VDZ, kritisieren scharf das Vorgehen der beiden Mitglieder der deutschen Bundesregierung, Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) und des für Luft- und Raumfahrt
AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch zum Unionsstreit: "Im Sinne des Landes wäre es richtig, wenn es wirklich rumst" ...
Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, glaubt nicht, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer sich gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel durchsetzen wird. "Ich nehme Wetten an und ich wette auf Bettvorleger", sagte von Storch im Fernsehsender phoenix.
AfD-Chef Alexander Gaulandüber DDR-Vergleich: "Von Mauer und Schießbefehl war nicht die Rede" ...
Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat seinen Vergleich der aktuellen politischen Situation in Deutschland mit dem Niedergang der DDR im Jahr 1989 verteidigt. "Von Mauer und Schießbefehl war nicht die Rede. Und Vergleiche müssen nicht in allen Teilen stimmen", erklärte Gauland im
Brüderle: "Was der Spiegel meldet, ist falsch!" / bpa Arbeitgeberverband zu einer Spiegel-Meldung ...
Zu einer wahrheitswidrigen Darstellung in der Ausgabe Nr. 27/18 des Spiegel erklärt bpa Arbeitgeberverbandspräsident Rainer Brüderle: "Zuerst einmal möchte ich festhalten, was in der Meldung des Spiegel stimmt. Ja, ich habe zusammen mit dem bpa-Präsidenten Bernd Meurer einen Brief an M




