KN: Simonis im Interview: Je ne regrette rien
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Ministerpräsidentin Heide Simonis feiert am 4. Juli ihren 75.
Geburtstag und ist noch immer schlagfertig. Sie bereue nichts, sagte
die SPD-Politikerin in einem Interview der "Kieler Nachrichten"
(Mittwoch-Ausgabe). Auf die entsprechende Frage antwortete Simonis.
"Nein, da halte ich es mit Edith Piaf: Non, je ne regrette rien!"
Die ehemalige Regierungschefin lebt zusammen mit ihrem Mann Udo in
einer Kieler Wohnung und gibt kaum noch Interviews. Zu ihrem 75.
Geburtstag machte sie eine Ausnahme und äußerte sich in den "Kieler
Nachrichten" auch zum abrupten Ende ihrer Karriere. Das Scheitern
Ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin hatte 2005 ihr Leben
verändert. "Ja, weil es ein hinterhältiger Stich in den Rücken war.
Doch zwölf Jahre in solch einem Amt sollten genug sein. Es gab und
gibt ja noch andere schöne und wichtige Aufgaben", sagte Simonis der
Zeitung.
Simonis nahm auch Stellung zur aktuellen Politik. Ob sie sich
Sorgen um Europa mache? "Ja, sehr. Wenn die Dänen einen Zaun entlang
der Grenze zu Deutschland bauen, wenn der italienische Innenminister
die Sinti und Roma zählen lassen will, wenn der Brexit gegen den
mehrheitlichen Willen der englischen Bevölkerung durchgezogen wird,
wenn der bayerische Ministerpräsident ein Vorbild im ungarischen
Anti-Europäer sieht, dann droht der Traum vom solidarischen,
friedlichen Europa zu zerplatzen. Es muss nicht so weit kommen, doch
die Gefahr ist auf einmal sehr real."
2014 machte Heide Simonis ihre Parkinson-Erkrankung öffentlich. Im
Interview mit den "Kieler Nachrichten" ging sie auch auf ihren
Gesundheitszustand ein. "Diese Krankheit hat ganz unterschiedliche
Varianten; bei mir ist die physische Mobilität sehr eingeschränkt.
Doch ich freue mich weiterhin über jeden Tag, der gut verläuft",
sagte sie dem Blatt.
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Datum: 03.07.2018 - 18:59 Uhr
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