neues deutschland: Rot-Rot-Grün in Berlin erkennt deutlich mehr Härtefälle von ausreisepflichtige

neues deutschland: Rot-Rot-Grün in Berlin erkennt deutlich mehr Härtefälle von ausreisepflichtigen Ausländern an

ID: 1631304
(ots) - Unter dem rot-rot-grünen Senat in Berlin ist die
Anerkennungsquote von Härtefallersuchen deutlich gestiegen. Das geht
aus der Antwort des Senats auf eine bislang nicht veröffentlichte
Schriftliche Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Anne Helm und
Katina Schubert hervor, über die die in Berlin erscheinende
Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstagausgabe) vorab berichtet.
Demnach wurden 2016 von 130 Ersuchen ausreisepflichtiger Menschen 76
anerkannt (58 Prozent), im vergangenen Jahr wurden von 262 Anträgen
sogar 182 bewilligt (69 Prozent). Der Trend, bei Härtefällen Gnade
walten zu lassen, setzte sich bisher auch im laufenden Jahr fort: Von
den bis Ende Juni gestellten 87 Anträgen an die Kommission griff der
zuständige Innensenator Andreas Geisel (SPD) 65 auf, also fast 75
Prozent der Begehren. Unter dem Vorgängersenat sah dies noch ganz
anders aus, Ex-Innensenator Frank Henkel (CDU) griff deutlich weniger
der gestellten Anträge von Menschen auf, die keinen Aufenthaltstitel
hatten. 2015 beispielsweise lag Henkels Quote bei etwa 50 Prozent.

»Dass die Anerkennungsquote steigt, ist eine gute Nachricht«,
sagte Katina Schubert dem »nd«. Die Landesvorsitzende der LINKEN ist
im Abgeordnetenhaus unter anderem Sprecherin der Linksfraktion für
Flüchtlingspolitik. Obwohl aus ihrer Sicht Innensenator Geisel
»zugänglicher« als sein Vorgänger sei, sieht Schubert bei der
Härtefallkommission weiter »politischen Handlungsbedarf«. Denn aus
der Senatsantwort auf die Schriftliche Anfrage wird ebenfalls
deutlich, dass in den vergangenen Jahren insbesondere Gesuche aus
Albanien, Kosovo, Bosnien und Serbien abgelehnt wurden. Diese Staaten
gelten als sogenannte Sichere Herkunftsländer, in die abgeschoben
werden kann. »Die Zahlen zeigen, dass das Konstrukt Sicherer
Herkunftsstaat nichts mit der Realität der Leute zu tun hat«,


kritisierte Schubert. Vielfach seien die Betroffenen von Härtefällen
Roma. »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Antiziganismus muss
bei den Entscheidungen zu den Härtefällen einbezogen werden«, fordert
die Linksparteipolitikerin. Bei dem von Rot-Rot-Grün organisierten
Runden Tisch zu Roma und Sinti habe man sich darüber hinaus darauf
verständigt, dass man künftig in der Härtefallkommission vertreten
sein will. Bislang besteht die Kommission aus Vertretern der Kirchen,
von Wohlfahrtsverbänden und Flüchtlingsorganisationen. Schubert hält
die Forderung der Roma-Vertreter für »berechtigt«. Die Innenbehörde
sieht dagegen keinen Änderungsbedarf bei der Härtefallkommission. »In
ihrer aktuellen Zusammensetzung ist sie in der Lage, mit ihren
Anträgen und bei ihren Entscheidungen die religiöse, kulturelle und
weltanschauliche Vielfalt in der Gesellschaft sachgerecht
abzubilden«, heißt es in der Antwort des Senats auf die Schriftliche
Anfrage.



Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  FREIE WÄHLER: Söder setzt für Wahlkampf Ansehen der bayerischen Polizei aufs Spiel Gauland: Politiker der Altparteien haben jedes Maß verloren
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.07.2018 - 16:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1631304
Anzahl Zeichen: 3300

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 231 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Rot-Rot-Grün in Berlin erkennt deutlich mehr Härtefälle von ausreisepflichtigen Ausländern an"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

neues deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"neues deutschland" heißt jetzt "nd.DerTag" ...
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"

Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver

"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is


Weitere Mitteilungen von neues deutschland


FREIE WÄHLER: Söder setzt für Wahlkampf Ansehen der bayerischen Polizei aufs Spiel ...
Eva Gottstein, sicherheitspolitische Sprecherin der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses, zur Meldung "Grenzpolizei wird Hilfstrupp der Bundespolizei": "Ministerpräsident Söder macht Wahlkampf auf dem Rücken unserer bay

Bayernpartei: Söders neue Grenzpolizei - PR-Gag und Wahlkampfmanöver ...
Nun darf sie also ihren Dienst offiziell aufnehmen, die von Ministerpräsident Söder so groß angekündigte bayerische Grenzpolizei. Freilich bleibt bei näherem Hinsehen nicht viel davon übrig. Denn der Bund ist - große Überraschung - nicht bereit, Kompetenzen im Grenzschutz abzugeben. So d

Brok kritisiert Italiens Innenminister Salvini: "Großes Theater von Populisten" ...
Im Ringen um die Verteilung der 450 im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge kritisiert der Europa-Abgeordnete Elmar Brok (CDU) den italienischen Innenminister Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega Nord. Dass "so viele Migranten" in Deutschland oder auch in Schweden seien,

FAKT: Spionageverdacht bei OSZE-Mission ...
Folgender Text ist bei exakter Quellenangabe "FAKT" ab sofort zur Veröffentlichung freigegeben: Der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) droht eine Spionageaffäre. Nach einem Bericht des ARD-Magazins "FAKT" sind interne Dokumente der OSZE-Beoba


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z