Westfalenpost: Nur gemeinsam / Kommentar von Rolf Hansmann zu Zugausfällen durch Personalmangel
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Personalmangel zu verhindern: mehr Personal einstellen. Wenn dies so
einfach wäre. Der Markt der Lokführer ist bundes- wie branchenweit
leergefegt. Kurzfristig sind insbesondere Versäumnisse der Deutschen
Bahn in der Vergangenheit nicht aufzufangen. Es rächt sich, dass das
Verkehrsunternehmen einst für seinen geplanten Börsengang auf Teufel
komm' raus seine Bilanz verschönern wollte und die Personalkosten
drückte. So sehr, dass es in den Dienststellen kaum noch Reserven für
Ausfälle von Lokführern oder anderen Bahnmitarbeitern gibt. Die
Situation wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, weil
viele Lokführer in den Ruhestand gehen. Da ist es eine positive
Nachricht, dass die Deutsche Bahn den Ernst der Lage erkannt und die
Zahl der Ausbildungsplätze deutlich erhöht hat. Schädlich ist es
allerdings, wenn die Konkurrenz allzu sehr auf das Personal der Bahn
schielt und eigene Ausbildungsanstrengungen vernachlässigt. Der
Personalmangel in der Branche ist so eklatant, dass dem nur gemeinsam
entgegengesteuert werden kann.
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Datum: 06.08.2018 - 21:06 Uhr
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