Neue Hinweise auf Gefährlichkeit von Glyphosat für Bienen / BUND fordert Reform von Pestizid-Zulassungsverfahren und zügigen Ausstiegsplan
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perturbs the gut microbiota of honey bees" (Deutsch: "Glyphosat stört
die Darmflora von Honigbienen"), die im Wissenschaftsmagazin
"Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS)
veröffentlicht wurde, sagte Silvia Bender, Expertin für Biodiversität
beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
"Die neue Studie zeigt einmal mehr, dass Glyphosat vom Markt
gehört. Wieder wird deutlich, wie verantwortungslos die Zulassung von
Pestiziden bisher vonstattengeht. Das ist besonders bedenklich vor
dem Hintergrund, dass der Glyphosat-Einsatz in Deutschland zuletzt
wieder gestiegen ist.
Die Behörden lassen Ackergifte wie Glyphosat und Neonikotinoide
zu, obwohl die Wirkungsweisen noch nicht umfassend erforscht sind.
Wenn neue Studien Gefahren für Menschen, Insekten oder ganze
Ökosysteme aufdecken, folgen jahrelange Diskussionen, bevor ein
Pestizid vom Markt genommen werden kann. Die Bundesregierung muss
daher dringend die Reform von Zulassungsverfahren für Pestizide
angehen. Voraussetzungen für die Pestizidzulassung auf nationaler und
EU-Ebene sollten industrieunabhängige Studien sein. Auch
Langzeitfolgen und Wechselwirkungen verschiedener Pestizide müssen
untersucht werden.
Damit das Vorsorgeprinzip angemessen berücksichtigt wird, um
Gefahren für Menschen und Umwelt also künftig auszuschließen, muss es
möglich sein gefährliche Stoffe schnell vom Markt zu nehmen.
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sollte zügig den im
Koalitionsvertrag zugesagten Ausstiegsfahrplan für Glyphosat
vorlegen."
Pressekontakt:
Silvia Bender, BUND-Expertin für Biodiversität, Tel.: 030-27586-511,
E-Mail: silvia.bender@bund.net bzw. Annika Natus,
BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-464, E-Mail: presse@bund.net,
www.bund.net
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Datum: 25.09.2018 - 12:15 Uhr
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