Mitteldeutsche Zeitung: AfD-Spitze untersucht Extremismus-Vorwürfe gegen Sachsen-Anhalter
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rechtsextremer Umtriebe im Landesverband Sachsen-Anhalt. Nach
Informationen der Mitteldeutschen Zeitung (Montagsausgabe) liegt dem
Gremium ein 79-seitiges Dossier vor, das schwere Vorwürfe gegen den
Kreisverband Börde enthält. Kreischef Steffen Schroeder soll sich
gezielt für die Aufnahme von Rechtextremisten eingesetzt haben, um
innerparteilich Mehrheiten zu sichern. Er selbst bestreitet die
Vorwürfe in einer neunseitigen Stellungnahme.
Bereits am vergangenen Montag beschloss der Bundesvorstand
Parteiausschlussverfahren gegen zwei Personen aus dem Kreisverband
Börde, darunter Kreisschatzmeister Andreas Kühn. Das Dossier enthält
Angaben zu fünf weiteren Personen mit Beziehungen zur Börde-AfD.
Dabei geht es unter anderem um ein Foto mit Hitlergruß, rechtsextreme
Einträge und Likes bei Facebook und rassistische Beleidigungen wie
"Drecks Neger" (Originalschreibweise). AfD-Landeschef Martin
Reichardt bestätigte auf Nachfrage der Zeitung, über die zwei
Parteiausschlüsse hinaus würden Sanktionen gegen weitere Personen
geprüft. "Rechtsextreme Äußerungen sind für mich inakzeptabel.
Sollten wir bei der Aufnahme von Personen Fehler gemacht haben,
korrigieren wir das."
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
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Datum: 15.10.2018 - 02:00 Uhr
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