Allg. Zeitung Mainz: Ende, Gelände / Markus Lachmann zur rheinland-pfälzischen CDU
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Verlusten in Bayern droht nun auch in Hessen ein Debakel. Die
Unzufriedenheit mit der Kanzlerin wächst, viele Funktionäre wünschen
sich den personellen Neuanfang. Das alles mag auch auf dem Parteitag
der CDU in Rheinland-Pfalz eine Rolle gespielt haben. Dennoch ist es
absurd: Julia Klöckner ist das Aushängeschild der
rheinland-pfälzischen Christdemokraten in Berlin. Als Agrarministerin
macht sie einen guten Job. Käme es in der Bundes-CDU zum Schwur, wäre
die Rheinland-Pfälzerin durchaus mehrheitsfähig, heißt es in Mainz.
Und dennoch erhielt die 45-Jährige auf dem Landesparteitag in
Lahnstein mit nur 81 Prozent einen deutlichen Dämpfer. Die
Unzufriedenheit mit Merkel, die Wut über den Unionsstreit dürfte da
eine Rolle gespielt haben. Aber nicht nur. Klöckner blieb in ihrer
Rede eine überzeugende Erklärung, warum sie CDU-Landesvorsitzende in
Rheinland-Pfalz bleiben will, schuldig. Es mag ihr darum gehen, eine
Hausmacht zu behalten. Doch das Signal an die Parteifreunde ist damit
auch, nicht loslassen zu können. Doch das wird sie ein Stück weit tun
müssen, wenn sie beispielsweise Christian Baldauf oder möglichen
Überraschungskandidaten eine Chance geben will, sich noch stärker mit
Blick auf 2021 zu profilieren. Klöckner wird nach der Kommunalwahl
2019 zumindest intern erklären müssen, ob sie einen dritten Anlauf
auf die Staatskanzlei wagen will. Vielleicht war der 20. Oktober 2018
der Tag, an dem diese Träume endeten.
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Datum: 21.10.2018 - 19:21 Uhr
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