WAZ: Vodafone-Deutschlandchef Ametsreiter: Fehler bei der Digitalisierung wären brandgefährlich für Deutschland
ID: 1670558
superschnellen Mobilfunk-Standard 5G warnt der zweitgrößte deutsche
Telekommunikationskonzerns Vodafone den Bund, zu hohe Hürden
aufzubauen. "Wir müssen aufpassen, dass diese Frequenzvergabe jetzt
nicht politisch, ökonomisch und juristisch zum Desaster wird", sagte
Deutschlandchef Hannes Ametsreiter der Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung (Donnerstagsausgabe). "Die Bundesregierung sollte aus den
schlechten Erfahrungen der Energiewende gelernt haben. Weitere Fehler
bei der Digitalisierung wären brandgefährlich für Deutschland."
Ametsreiter reagiert damit auf Forderungen aus der Politik, dass
5G-Netz flächendeckend auszubauen und Ausrüstern wie 1&1 und dem
chinesischen Konzern Huawei Zugang zur 5G-Technik ohne, ohne dass
diese Unternehmen in die deutschen Netze investieren müssen. "Wer
keine eigene Infrastruktur hat, kann sich auch in Zukunft gerne bei
uns ins Netz einmieten, wenn die Konditionen stimmen. Aber einen
Zwang, Netze unterzuvermieten, darf es nicht geben - denn das
entwertet unsere gesamten Investitionen. Diese Form der Enteignung
wäre ungerecht. Und ein fatales Signal", sagte der
Vodafone-Deutschlandchef. Ametsreiter warnt den Bund überdies vor zu
hohen Einnahmeerwartungen aus der Versteigerung der Frequenzen.
"Konzerne überlegen sich immer, wo sie wie viel investieren. Wir
würden in Deutschland gerne viel investieren. Wir können unser Geld
aber nur einmal ausgeben - für teure Lizenzen oder für den
Netzausbau. Ich sage ganz offen: Uns wäre lieber, wir würden in die
Netze investieren. Da gibt es in Deutschland Nachholbedarf", sagte
er. Die Gewerkschaft Verdi fordert, dass der Mobilfunkanbieter
1&1/United Internet von der Auktion ausgeschlossen wird. In einem
Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der der WAZ
vorliegt, wirft der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske 1&1 vor, im
eigenen Unternehmen Mitbestimmung "aggressiv zu unterdrücken". In dem
Schreiben heißt es weiter: "Es darf nicht sein, dass ein Unternehmen,
das für unfaire Geschäftspraktiken steht, die Möglichkeit bekommt,
ein öffentliches Gut für seine gewerbliche Nutzung zu verwerten und
nachhaltig wirtschaftende Wettbewerber aus dem Markt verdrängt."
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.11.2018 - 00:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1670558
Anzahl Zeichen: 2738
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 690 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Vodafone-Deutschlandchef Ametsreiter: Fehler bei der Digitalisierung wären brandgefährlich für Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Rheinische Post: 222 Millionen Euro für Hardware-Nachrüstung bei Bussen und Handwerkerfahrzeugen ...
Die Bundesregierung hat für die Hardware-Nachrüstung bei Handwerkerfahrzeugen und Dieselbussen insgesamt 222 Millionen für das Jahr 2019 veranschlagt. Das geht aus einer Unterlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnersta
Coaching: MaRisk 2019 - Fahrplan für die Praxis ...
- Neuerungen zur Auslagerung von Kernbankbereichen und wichtigen Kontrollbereichen - Datenaggregation und Risikoberichterstattung - Umsetzung von BCBS 239 - Liquiditätssteuerung: Refinanzierungsplan und Diversifikation auf dem Prüfstand - Neue Reportingpflichten für die Markt- und Handelsberei
Rohstoffmesse München Teil 2 ...
Alle großen namhaften Edelmetallhändler waren in München zur Rohstoffmesse. Meist waren die Stände von Interessenten belagert. Das lässt auf gute Verkäufe schließen. Auch bei den Rohstoffderivate-Spezialisten waren zahlreiche Interessenten zu sehen. Ob physisch hinterlegte ETCs oder Zertifika
Goldanlage 2019: Was Sie wissen dürfen ...
Wer Interesse an einer Goldanlage hat, könnte jetzt zur Tat schreiten. Die Analysten der Bank of Montreal prognostizieren nach einem Kurseinbruch 2018 für 2019 wieder einen Anstieg des Goldpreises. Genau genommen rechnen die Analysten für 2019 mit einem einprozentig höheren Goldpreis als im Jahr




