Rheinische Post: Kommentar /
Die Zeit ist knapp
= VON KRISTINA DUNZ
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aus: zuhören, reden, einbinden. So hat sie es als Ministerpräsidentin
im Saarland getan, so hat sie es als CDU-Generalsekretärin gemacht,
und jetzt wählt sie diese Strategie als neue Parteivorsitzende. Sie
will die Gräben zuschütten. Aber dafür müssen sich alle Seiten
bewegen. Die Verletzungen sind tief, Misstrauen ist entstanden. Das
kann nicht auf Knopfdruck geheilt werden. Das braucht Zeit, aber die
ist knapp. Im Mai ist die Europawahl, danach folgen die
Landtagswahlen in Ostdeutschland. Friedrich Merz will über die
Weihnachtsfeiertage überlegen, ob er eine Rolle für sich in der CDU
sieht. Sollte er nicht persönlich in das Team Kramp-Karrenbauer
eintreten, sollte er bei seinen Unterstützern werben, sie zu stützen.
Umgekehrt hätte er es genauso erwartet. Da Kramp-Karrenbauer nur mit
einer hauchdünnen Mehrheit über ihn gesiegt hat, braucht sie dessen
Unterstützung beziehungsweise die seiner Anhänger. Gelingt ihr die
Versöhnung nicht, können die Christdemokraten in Zeiten von Spaltung
und Polarisierung den Bürgern selbst keinen großen Halt bieten.
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Datum: 17.12.2018 - 21:27 Uhr
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