Westfalenpost: Wie peinlich
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motivierter Datendieb aus dem rechten Spektrum! Kein krimineller
Erpresser! Noch nicht einmal ein IT-Experte! Nein, es ist ein
20-jähriger noch bei Mama und Papa wohnender gelangweilter Schüler,
der die deutschen Sicherheitsbehörden und Politiker und Promis beim
angeblich größten Datenskandal der deutschen Geschichte nach allen
Regeln der Kunst bloßgestellt hat. Wie peinlich ist das denn! Aus dem
Fall ergeben sich einige Konsequenzen. Erstens: Wir sollten mit dem
Schlimmsten rechnen. Wenn schon ein junger Autodidakt ohne große
Spezialkenntnisse eine derartige Affäre auslösen kann, dürften Profis
beim Datenklau qualitativ und quantitativ um ein Vielfaches
erfolgreicher sein. Wahrscheinlich lesen sie vor allem in den
sogenannten sozialen Netzwerken ALLES mit, wenn sie wollen. Zweitens:
Die Opfer haben es dem Hacker denkbar leicht gemacht;
Datensicherheit liegt auch in der Verantwortung jedes Einzelnen.
Drittens: Das Ausspähen ist alltäglich, viele Firmen verdienen sogar
Geld damit. Das Thema ist auch dann wichtig, wenn es nicht um Promis
geht.
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Datum: 08.01.2019 - 21:03 Uhr
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