neues deutschland: Kommentiert: Arm, alt, ohne Wohnung?
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nur zur Folge, dass man an den Stadtrand zieht, weil man in der
Innenstadt keine bezahlbare Wohnung mehr findet. Es heißt
mittlerweile auch, dass man notgedrungen immer mehr zusammenrückt.
Dies zeigt sich daran, dass derzeit jeder 14. Mensch in einer zu
kleinen, überbelegten Wohnung lebt. Und weil Wohnen wie das meiste im
Kapitalismus eine Frage des Geldes ist, sind von diesem Problem
besonders Alleinerziehende und andere armutsgefährdete
Personengruppen betroffen. Manch ein schlecht bezahlter Angestellter
wird da noch seinen Nachbarn beneiden, der als Senior allein in einer
größeren Wohnung lebt, während man selber nicht genug Geld hat,
seinen Teenagerkindern jeweils ein eigenes Zimmer zu geben. Wer
jedoch jetzt verlangt, Senioren sollen auf ihre alten Tage noch in
eine WG ziehen, damit sie Wohnraum sparen, wird es spätestens im
Alter bereuen. Denn so wie es ausschaut, wird es in den nächsten
Jahren vor allem auch für Senioren immer schwerer werden, eine
bezahlbare Wohnung zu finden. Denn die Politik hat zweifach versagt:
zum einen in der Wohnungsbaupolitik, weil nach Jahrzehnten der
Privatisierung öffentlichen Bestandes Hunderttausende bezahlbare
Wohnungen fehlen, während private Immobilienkonzerne ordentlich Kasse
machen. Zum anderen, weil die Politik das Rentenniveau bisher immer
weiter absinken lässt und so das Problem der Altersarmut verschärft.
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Datum: 14.01.2019 - 17:59 Uhr
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