"Wir sind erleichtertüber die gestrige Entscheidung des Istanbuler Gerichts" / IB-Präsidentin Petra Merkel dankt nach der Freilassung von Adil Demirci allen Unterstützerinnen und Unterstützern
ID: 1697143
IB-Mitarbeiter Adil Demirci nach dem zweiten Verhandlungstag des
Prozesses gegen ihn in Istanbul gestern unter Auflagen auf freien Fuß
gesetzt worden. Er darf die Stadt allerdings nicht verlassen. Für den
30. April ist die Fortsetzung des Verfahrens gegen ihn geplant.
"Wir sind erleichtert über die gestrige Entscheidung des
Istanbuler Gerichts, unseren Mitarbeiter aus dem Gefängnis zu
entlassen", so die IB-Präsidentin Petra Merkel. "Auch wenn er die
Türkei aktuell noch nicht verlassen darf, kann er jetzt wenigstens
zusammen mit seiner Familie den Fortgang des Prozesses abwarten. Das
ist eine große Entlastung für ihn und für seine viele
Unterstützer*innen." Adil Demirci ist Mitarbeiter des IB in
Remscheid. Hier berät er junge Menschen bei ihrer Integration in
Deutschland. Im April war er zusammen mit seiner Mutter nach Istanbul
gereist, um Verwandte zu besuchen. Dort war er unter dem Vorwurf der
Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung am 18. April 2018
festgenommen worden. Erst im November wurde darüber erstmals vor
Gericht verhandelt. Im November und gestern hatte der IB zwei
Prozessbeobachterinnen entsandt. "Unser Präsidiumsmitglied Anke Brunn
und unsere Mitarbeiterin Dr. Sabine Skubsch haben damit auch
öffentlich deutlich gemacht, dass wir zu Adil Demirci stehen. Wir
haben die Hoffnung nie aufgegeben, dass sich die Vorwürfe gegen ihn
als haltlos erweisen werden und er aus der Haft frei kommt.
"Der IB hatte nach der Verhaftung von Adil Demirci seinen
Arbeitsvertrag entfristet und zur Unterstützung seiner Familie sein
Gehalt weitergezahlt. Petra Merkel hatte in mehreren Schreiben den
Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin und den Außenminister
aufgefordert, sich auf diplomatischem Weg für die Freilassung des
IB-Mitarbeiters einzusetzen.
Der IB dankt allen Unterstützer*innen und Kolleg*innen für das
Engagement, mit dem an das Schicksal von Adil Demirci erinnert und
die so dafür gesorgt haben, dass er nicht in Vergessenheit gerät.
"Wir hoffen jetzt, dass das Gericht Ende April auf Freispruch
entscheidet, so dass Adil Demirci die Türkei verlassen darf und
endlich wieder nach Deutschland zurückkehren kann", sagt Petra
Merkel. "Möge seine Freilassung ein gutes Zeichen für diejenigen
sein, die weiterhin ungerechtfertigt in türkischen Gefängnissen
ausharren müssen."
Pressekontakt:
Internationaler Bund
Pressestelle
Dirk Altbürger
Tel. 069 94545112 u. 0171 5124323
dirk.altbuerger@ib.de
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Datum: 15.02.2019 - 13:23 Uhr
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