Allg. Zeitung Mainz: Muskelprotz /Frank Schmidt-Wyk zu Trumps Weltraumplänen
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aber ein großer Sprung für alle Lego-Fans: Mit Donald Trumps
Weltraumarmee steht endlich die überfällige Erweiterung der
Produktpalette von "Lego Space" sowie "Lego Star Wars" in Aussicht,
die sich bislang weitgehend auf das olle Space Shuttle und die
imperiale Raumflotte beschränkte. Man darf schon jetzt gespannt sein
auf die heißen Modelle, die uns Trumps "Space Force" bescheren wird.
Ob ein neuer Todesstern dabei ist? Jetzt mal im Ernst - vor wem soll
die Streitmacht im Orbit die Amerikaner beschützen? Vor einer
Invasion der Aliens vom Planeten "Covfefe" vielleicht? "Das Weltall
ist ein Sektor der Kriegsführung, genau wie Land, Luft und See",
schwadronierte Trump im Sommer bei CNN und offenbarte ein weiteres
Mal, auf welch beängstigenden Flugbahnen die Gedanken durch den Kopf
des Präsidenten schwirren. So weit reichte nicht mal die Fantasie
eines George W. Bush, der nach dem 11. September immerhin
Kriegsschiffe nach Afghanistan schicken wollte. Neil Armstrong würde
sich im 50. Jahr der Mondlandung im Grabe umdrehen: Für den zehnten
Nachfolger Kennedys im Weißen Haus ist der Weltraum nicht etwa ein
Betätigungsfeld für menschlichen Pioniergeist, für Wissenschaft und
Forschung, sondern ein Schauplatz militärischer Muskelprotzerei.
Dabei braucht die Menschheit ein Wettrüsten im All so dringend wie
eine Sauna auf der Venus. Nach mehr als zwei Jahren Donald Trump ist
es höchste Zeit, das mal offen auszusprechen: Die vielen Vernünftigen
unter den Amerikanern verdienen allerhöchste Bewunderung, dass sie
diesen Möchtegern-Imperator schon so lange ertragen.
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Datum: 20.02.2019 - 18:50 Uhr
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