Urheberrechtsreform: Demo gegen Artikel 13 ein voller Erfolg / Eine Großstadt auf der Straße
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Menschen auf die Straße, um gegen Artikel 13 in der geplanten
Urheberrechtsreform zu protestieren [1]. Nach Meinung der
Piratenpartei führt dieser zwingend zur Einsetzung sogenannter
Uploadfilter, welche die freie Meinungsäußerung im Internet massiv
einschränken würden.
Sebastian Alscher, Vorsitzender der Piratenpartei kommentiert:
"Die Urheberrechtsreform soll nach Jahren an die Anforderungen der
Gegenwart angepasst werden. Es kann nicht sein, dass nach Jahren des
Verhandelns auf Druck von Lobbyisten nun auf der Zielgeraden eine
Änderung eingearbeitet wird, die bestehende Geschäftsmodelle schützt
und an anderer Stelle eine Zensurinfrastruktur aufbaut, die die
Kreativen einschränkt und neue Geschäftsmodelle schwächt. Nachdem sie
jahrelang übergangen wurden, bringen tausende Kreative und Fans ihren
Protest aus dem Netz auf die Straße. Sie fühlen sich von denjenigen
hintergangen, die sich irrtümlich als ihre Vertreter ausgaben, und
die die Lobbyisten pflegen - diejenigen Verleger, die diesen
Politikern zu medialer Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit verhelfen."
Dennis Deutschkämer, stellvertretender Bundesvorsitzender und
einer der Redner in Köln ergänzt: "Artikel 13 zeigt, dass nicht nur
das Internet nicht verstanden wurde, sondern eine ganze Kultur und
Generation. Innerhalb kürzester Zeit konnten tausende Menschen auf
die Straße geholt werden, das zeigt, in der Bewegung steckt sehr viel
Energie."
Die Piratenpartei ruft gemeinsam mit den Partnern der
#Saveyourinternet Kampagne am 23. März zu europaweiten
Demonstrationen auf [2], bevor voraussichtlich Ende März final über
die Urheberrechtsgesetzgebung im Europaparlament abgestimmt werden
soll.
Quellen/Fußnoten:
[1] Eindrücke Demo 23.02 Köln https://t.co/T5zgsXW04Y
[2] Europaweiter Demotag: http://ots.de/NMz2Zb
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Datum: 24.02.2019 - 10:15 Uhr
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