Rheinische Post: Kommentar: Chemnitzer Erwartungen
ID: 1705757
Strafen und gerechte Urteile, sie führt mit ihrer sorgfältigen
Sachverhaltsermittlung auch immer wieder zur Befriedung in
aufwühlenden Streitfragen. Das ist vom Dresdner Prozess gegen einen
mutmaßlichen Täter der tödlichen Messerattacke in Chemnitz kaum zu
erwarten. Die Stadt war sofort voller Gerüchte, voller
widersprüchlicher Augenzeugenwahrnehmungen, voller Aussagen, die mal
zugespitzt und dann wieder zurückgenommen wurden. Vor allem fehlt
immer noch der zweite mutmaßlich Beteiligte. Wenn Oberbürgermeisterin
Barbara Ludwig trotzdem sagt, ein Freispruch wäre "schwierig", dann
ist das im Ansatz nachvollziehbar, wenn man einzig die zu erwartenden
Reaktionen auf einen möglichen Freispruch in den Blick nimmt. Aber
diese Einschätzung behält man dann für sich, bespricht sie allenfalls
mit den Sicherheitsbehörden für die Lagebeurteilung am Tag der
Urteilsverkündung. Die Aussage öffentlich zu tätigen, ist
verhängnisvoll für das Verständnis vom Rechtsstaat. Und sie ist
politisch töricht, kommt sie doch einer indirekten Einladung an
interessierte Kreise gleich, im Falle eines Freispruchs erst einmal
für "schwierige" Zustände zu sorgen. Mancher scheint in der
sächsischen Stadt überfordert zu sein.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2019 - 20:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1705757
Anzahl Zeichen: 1632
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 496 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Chemnitzer Erwartungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Stuttgarter Nachrichten: zur Auktion für das 5G-Netz: ...
Real ist die Gefahr, dass die Unternehmen auf dem Land wirtschaftlich und technologisch weiter abgehängt werden von jenen in den Städten. Es sei denn, sie bauen ihr eigenes 5G-Netz auf, was bald möglich sein wird. Um aber "gleichwertige Lebensverhältnisse" zwischen Stadt und Land zu
Mittelbayerische Zeitung: Munition für einen Lagerwahlkampf / Wenn die Demokraten die Weichen jetzt falsch stellen, könnten sie in Trumps Falle tappen.Von Thomas Spang ...
Donald Trump hat das Drehbuch für seine Wiederwahl schon geschrieben. Dafür setzt er auf den ältesten Plot, den die amerikanische Politik kennt. Schüre Angst vor den Linken und präsentiere Dich selber als Bollwerk gegen den Sozialismus. Das funktionierte schon 1972 in Richard Nixons Wahlkam
Straubinger Tagblatt: Prozess in Chemnitz - Im Zweifel für den Angeklagten ...
Die Staatsanwaltschaft ist mit der Anklage ein hohes Risiko eingegangen. Denn nach allem, was öffentlich bekannt ist, ist die Beweislage recht dünn. Es ist nur ein Messer gefunden worden, und auf dem fanden sich nur DNA-Fragmente des mutmaßlichen Haupttäters, der weiter auf der Flucht ist. D
Frankfurter Rundschau: Schließt die Lohnlücke ...
Frauen haben in Deutschland im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bis zum 18. März quasi umsonst gearbeitet. Gut, dass Frauen diese Zustände schon länger nicht mehr hinnehmen und dagegen auf die Straße gehen. Die Unterschiede bei Gehältern oder Löhnen stammen noch aus Zeiten, die viele




