"Das Ziel heißt Inklusion" / Vor zehn Jahren hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet / IB setzt sich für Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein
ID: 1707738
Deutschland die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen
unterzeichnet und sich damit noch einmal ausdrücklich dazu bekannt,
dass auch Menschen mit Behinderungen in den "vollen und
gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten"
kommen sollen. Nach Ansicht des IB gibt es bei der Umsetzung dieser
Forderung auch bei uns in Deutschland noch viele
Verbesserungsmöglichkeiten bei der Teilhabe von Menschen mit
Behinderung.
"Die in der Konvention aufgestellten Forderungen bedeuten, dass
wir die Inklusion von Menschen mit Behinderung tatkräftig angehen
müssen", sagt die Präsidentin des Internationalen Bundes, Petra
Merkel. "Unser Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von
Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft zu fördern. Das
betrifft sowohl das soziale Leben als auch die Integration in den
Arbeitsmarkt. Deshalb sind wir beispielsweise der Ansicht, dass es
Vielfalt bei den Angeboten zur Integration in den Arbeitsmarkt geben
muss." Aktuell sind mehr als 300.000 Menschen mit Behinderung in
einer Werkstatt beschäftigt. Der IB setzt sich dafür ein, dass diese
Zahl sinkt und mehr Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz auf
dem ersten Arbeitsmarkt finden. "Das seit dem Jahr 2016 geltende
Bundesteilhabegesetz war eine der größten Sozialreformen in der
Geschichte unseres Landes", stellt Petra Merkel fest, "und ist ein
gute Grundlage für eine wirkungsvolle Inklusion. Als Folge des
Gesetzes wird sich die Angebotslandschaft für Menschen mit
Behinderung in vielen Bereichen deutlich verbessern", ist sie
überzeugt.
Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen fordert
auch einen barrierefreien Zugang zu Bildung und mehr Angebote im
Bereich Arbeit und Beschäftigung. "Werkstätten sind für manche
Menschen mit Behinderung notwendig und sinnvoll. Unserer Ansicht nach
muss es aber Alternativen geben, um dem im Bundesteilhabegesetz
garantierten Wunsch- und Wahlrecht auch Rechnung zu tragen", so Petra
Merkel. "Heute muss es um die Frage gehen, wie diese Menschen in den
ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. In den vergangenen zehn
Jahren ist die Quote von Beschäftigten mit Schwerbehinderung
lediglich von 3,9 auf 4,1 Prozent gestiegen. "Diese Entwicklung ist
enttäuschend", findet die IB-Präsidentin. Der Arbeitsmarkt für
Menschen mit Behinderung ist nach wie vor eine Sonderwelt.
Deutschland ist immer noch weit entfernt vom Ziel einer inklusiven
Gesellschaft.
Die Vermittlungsquote der Werkstätten von Menschen mit Behinderung
in den ersten Arbeitsmarkt liegt lediglich bei rund einem Prozent.
Das Bundesteilhabegesetz bietet Möglichkeiten, die der IB mit seiner
großen Erfahrung bei der Integration von Menschen mit völlig
unterschiedlichen Vermittlungshemmnissen in den Arbeitsmarkt
konsequent nutzen wird. Das Budget für Arbeit soll durch finanzierte
Assistenzleistungen und Lohnkostenzuschüsse Anreize für Arbeitgeber
schaffen, Menschen mit Behinderung einzustellen.
Die Behindertenrechtskonvention hat dazu beigetragen, dass wir
mehr über Barrierefreiheit und Teilhabe diskutieren und die Ziele
deutlicher werden. Nötig ist auch ein gesellschaftliches Umdenken.
"Der IB wird weiterhin seinen Teil dazu beitragen, dass wir der
inklusiven Gesellschaft näher kommen und Menschen mehr Teilhabe
ermöglichen", verspricht die IB-Präsidentin.
Pressekontakt:
Internationaler Bund
Pressestelle
Dirk Altbürger
Tel. +49 69 94545112 u. +49 171 5124323
dirk.altbuerger@ib.de
Original-Content von: Internationaler Bund, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.03.2019 - 10:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1707738
Anzahl Zeichen: 4064
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt am Main
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 545 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Das Ziel heißt Inklusion" / Vor zehn Jahren hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet / IB setzt sich für Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Internationaler Bund (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mehr als eine Million Deutsche betroffen - Viele davon verlieren ihre finanzielle Existenz - IB leistet Aufklärung in mehreren Fanprojekten Der Internationale Bund (IB) (https://www.internationaler-bund.de/) sowie der Fachverband Glücksspielsucht e.V. (https://gluecksspielsucht.de/) fordern ein
Internationaler Bund zur aktuellen Debatte: Vielfältige Stadtbilder brauchen vielfältige Lösungen ...
Populistische Zuspitzungen heizen die gesellschaftliche Stimmung unnötig auf Der Internationale Bund (IB) (https://www.internationaler-bund.de/) ruft in der aktuellen Stadtbild-Debatte zu mehr Sachlichkeit und konstruktiven Lösungsansätzen auf. Der öffentliche Diskurs wird derzeit häufig mit
"Die Regierung erkennt Einsamkeit als bedeutenden gesellschaftlichen Risikofaktor an" ...
IB begrüßt Vorhaben des Koalitionsvertrags zu Wohnungslosigkeit, Pflege und zum Zukunftspakt mit Ländern und Kommunen Der Internationale Bund (IB) (https://www.internationaler-bund.de/) begrüßt die sozialen Pläne der Bundesregierung im Bereich Gesundheitsprävention und -förderung, Pflege un
Weitere Mitteilungen von Internationaler Bund
Ein Modell für Afghanistan: Schule in Kabul praktiziert ganzheitliche Lernmethode / Shelter Now sucht nach größerem Gebäude für seine "Helping Hands School" ...
Sie soll eine Modellschule für das neue Afghanistan werden - die durch das internationale christliche Hilfswerk Shelter Now betriebene "Helping Hands School" in Kabul ("Schule der Helfenden Hände"). Alle fünf Lehrerinnen haben jetzt ihre Zusatzausbildung in dem pädagogisc
"Wer an den Jemen denkt, denkt an Krieg und menschliches Leid" / Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" leisten weiterhin dringend notwendige Hilfe (FOTO) ...
"Die Situation der Millionen betroffenen Menschen im Jemen ist vier Jahre nach dem Ausbruch des brutalen Bürgerkrieges schon lange nicht mehr als Leben, sondern vielmehr als ein Überleben zu bezeichnen. Ohne humanitäre Hilfe bliebe im Jemen nur noch Leid und Tod!", mahnt Manuela
Ex-SPD-Chef Müntefering fordert Kompromisse bei Grundrente ...
Sperrfrist: 23.03.2019 06:00 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat seine Partei dazu aufgefordert, bei der Grundrente kompromissbereiter zu sein. Müntefer
CARE verleiht Integrationspreis an Schülerinnen und Schüler / Rap-Song, Kulturcafé und Lernkanal: Auszeichnungen an Schulen in Köln, Gelsenkirchen, Bad Schwalbach und Neutraubling ...
Sperrfrist: 22.03.2019 18:00 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. Zum zweiten Mal hat die Hilfsorganisation CARE mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung heute ihren KIWI-Integrationspreis an




