Wohngeldreform: Paritätischer fordert Energiekostenkomponente
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Wohngeldreform, die morgen in das Kabinett eingebracht wird,
grundsätzlich positiv. Der Verband sieht jedoch Nachholbedarf bei den
Energie- und Sanierungskosten und fordert eine Klima- und
Energiekomponente. Zudem weist der Paritätische auf die Notwendigkeit
einer Verschärfung der Mietpreisbremse hin.
"Über Jahre hechelte das Wohngeld den explodierenden Mieten und
stagnierenden Einkommen hinterher. Endlich reagiert die Politik
darauf und passt das Wohngeld häufiger an", so Ulrich Schneider,
Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Kritisch
bewertet der Paritätische jedoch das Fehlen einer
Energiekostenkomponente im Wohngeld. "Die wieder stark ansteigenden
Energiekosten sind ein Thema, das beim Wohngeld nicht ausgespart
werden darf. Die wachsende Zahl von Stromsperren, zuletzt 344.000,
sprechen eine deutliche Sprache. Energie ist fester Bestandteil des
Existenzminimums und muss für jeden bezahlbar bleiben", so Schneider.
Der Verband kritisiert zudem, dass von der geplanten Wohngeldreform
auch Vermieter, welche die Mieten seit Jahren nach oben treiben,
profitieren. Die richtige Wohngeldreform müsse daher zwingend mit
einer Verschärfung der Mietpreisbremse einhergehen, um Missbrauch
durch Vermieter zu verhindern.
Ein Kernproblem bestehe zudem nach wie vor darin, dass es
grundsätzlich an bezahlbarem und gutem Wohnraum für alle mangele. Der
Irrweg der Privatisierung und der blinde Glaube an den freien Markt
müssten endlich beendet werden, um den Immobilienmarkt wieder in den
Griff zu bekommen, fordert der Paritätische. "Es geht um den Bau von
mindestens 100.000 Sozialwohnungen jährlich und die Wiedereinführung
des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Auch die Frage der
Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne darf im Zweifel kein Tabu
mehr sein, um Preistreiberei und Gentrifizierung zu stoppen", so
Schneider.
Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling,
Tel.030/24636305,
e-Mail:pr@paritaet.org
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Datum: 02.04.2019 - 11:15 Uhr
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