Frankfurter Rundschau: Wegschauen hilft nicht
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Libyen-Konflikt beenden. Nur wenn sie mit anderen arabischen Staaten
massiven Druck entwickeln und auf die Konfliktparteien ausüben,
werden sie verhindern können, dass die bewaffnete Auseinandersetzung
sich zu einem Bürgerkrieg entwickelt. Das wird nicht leicht.
Frankreich und Italien müssten ihren Zwist über die richtige
Strategie für das nordafrikanische Land beilegen und sich mit den
anderen EU-Staaten auf eine Ziel verständigen. Doch an einer
weiteren Eskalation kann die EU nicht interessiert sein. Nur ein
stabilisiertes Libyen kann dafür sorgen, dass skrupellosen
Schlepperbanden das Handwerk gelegt wird. Sie sind mitverantwortlich
für Vergewaltigung und Folter in Lagern für Migranten. Moralisch sind
die EU-Staaten ohnehin zum Eingreifen verpflichtet. Der Westen hat
erst Diktator Muammar al-Gaddafi jahrelang hofiert, dann mit Hilfe
der Nato 2011 gestürzt und anschließend das nordafrikanische Land
sich selbst überlassen.
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Datum: 05.04.2019 - 16:52 Uhr
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