Schön/Weinberg: Kampfansage gegen den Missbrauch von Kindern
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bekennen
Am heutigen Mittwoch hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen
des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) seine Arbeit im Ausschuss für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages
vorgestellt. Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, und der familienpolitische
Sprecher Marcus Weinberg:
Nadine Schön: "Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt und
fördert die Arbeit des Unabhängigen Beauftragten. Wir haben nicht nur
ein umfassendes Handlungskonzept für die Bekämpfung des sexuellen
Kindesmissbrauchs verabschiedet, sondern auch ganz konkret finanziell
geholfen: Auf unsere Initiative hin wurden im Bundeshaushalt 3,3
Millionen Euro für ein Modellprojekt zur mobilen Fachberatung im
ländlichen Raum bereitgestellt.
Ein weiteres Projekt haben wir angeschoben. Es rückt ein Problem
in den Fokus, das bislang in der öffentlichen Debatte nur eine
untergeordnete Rolle spielt: Sexuelle Übergriffe unter
Gleichaltrigen. Betroffene Kinder erleben Ohnmachtsgefühle und
schämen sich, sich nicht gegenüber Gleichaltrigen durchsetzen zu
können. Übergriffige Kinder laufen Gefahr, sich Übergriffigkeit
anzugewöhnen, wenn sie nicht aufgehalten werden. Beide Seiten
brauchen Hilfe. Daher wollen wir in einem Modellprojekt Methoden der
wirksamen Prävention von Peer-to-Peer-Gewalt erproben."
Marcus Weinberg: "Kinderschutz kann nicht von der Bundespolitik
allein gesteuert werden. Die Länder müssen sich klarer zum Kampf
gegen sexuelle Gewalt an Kindern bekennen. Der UBSKM kritisiert
zurecht, dass immer noch zu wenige Schulen und
Kindertageseinrichtungen Schutzkonzepte haben. Die meisten
Bundesländer gehen nicht konsequent genug mit dem Thema um.
Familienrichter, Sachverständige, Verfahrensbeistände,
Jugendamtsmitarbeiter, Ärzte, Lehrer und Erzieher müssten in
Länderverantwortung viel intensiver geschult werden, damit sie
Missbrauch erkennen und vermeiden können. Es müssten
Qualitätsstandards bei der Fortbildung dieser Berufsgruppen etabliert
und durchgesetzt werden. Spezialisierte Fachberatungsstellen müssten
flächendeckend vorgehalten werden. Das alles passiert nicht oder viel
zu wenig. Daher wäre es wichtig, in den Ländern unabhängige
Beauftragte zur Bekämpfung sexuellen Missbrauchs einzusetzen, die das
Thema vorantreiben. In Sachen Schutz vor sexuellem Kindesmissbrauch
müssen die Länder ihre Hausaufgaben machen."
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Datum: 08.05.2019 - 18:42 Uhr
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