Westfalen-Blatt: Lügde-Opfer fühlen sich geoutet
ID: 1723881
Opferfamilien nach WESTFALEN-BLATT-Informationen geoutet -
ausgerechnet von der Opferschutzbeauftragten des Landes
Nordrhein-Westfalen.
Das Büro von Elisabeth Auchter-Mainz hatte in den letzten Wochen
45 Familien mutmaßlich missbrauchter Kinder angeschrieben - mit
Briefumschlägen, auf denen als Absender »Opferschutzbeauftragte des
Landes NRW« aufgedruckt war. »Wir haben nicht damit gerechnet, dass
das zu Problemen führen könnte«, sagte Auchter-Mainz dem
WESTFALEN-BLATT. Doch die Existenz der Briefe sprach sich offenbar
in den kleinen Lügder Ortsteilen herum. Auchter-Mainz sagte, zwei
betroffene Familien hätten sich bisher bei ihr gemeldet und sich
beschwert. »Eine sagte, jetzt sei die Information in dem
Mehrfamilienhaus rum.« Die NRW-Opferschutzbeauftragte erklärte, sie
wisse nicht, wie sich das herumgesprochen habe. Postzusteller seien
ja zur Verschwiegenheit verpflichtet. Trotzdem werde man den Fall zum
Anlass nehmen, das Procedere zu ändern. »Bei Opfern in kleinen Orten
werden wir in Zukunft neutrale Briefumschläge verwenden.« In größeren
Städten gebe es offenbar kein Problem, denn weder nach der
Silvesternacht von Köln noch nach der Amokfahrt von Münster habe es
Beschwerden von Opfern gegeben, die sie angeschrieben habe.
Rechtsanwalt Peter Wüller, der vier mutmaßlich missbrauchte
Kinder vertritt, sagte, gerade von einer Opferschutzstelle habe er
mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Anwalt Roman von Alvensleben (er
vertritt das Mädchen, das mit seiner Anzeige 2018 die Ermittlungen
ausgelöst hat) erklärte, seine Mandantin sei ebenfalls betroffen.
»Da hätte man gleich ein Zeichen an die Hauswand malen können.«
Justizminister Peter Biesenbach (CDU) hatte 2017 erstmals in NRW
die Funktion einer Opferschutzbeauftragten geschaffen und die Stelle
mit Elisabeth Auchter-Mainz, Generalstaatsanwältin a.D. besetzt. Ihr
stehen vier Mitarbeiter zur Seite.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Christian Althoff
Telefon: 0521 585-261
0171 2114074
c.althoff@westfalen-blatt.de
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.05.2019 - 03:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1723881
Anzahl Zeichen: 2435
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 728 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Lügde-Opfer fühlen sich geoutet"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un
34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder
NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in
Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt
Themen in "Report Mainz" / Dienstag, 28. Mai 2019, 21:45 Uhr im Ersten / Moderation: Fritz Frey ...
"Report Mainz" bringt am Dienstag, 28. Mai 2019, um 21:45 Uhr im Ersten voraussichtlich folgende Beiträge: - Der erfolglose Kampf von Veterinären gegen Tiertransporte - Warum versagt die Politik? - Millionenfacher Spendenmissbrauch - Wieso es nicht immer gut ist, Gese
"Geflüchtete sind in der Pflege längst eine wichtige Unterstützung" / Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas und Dr. Karamba Diaby besuchten das Projekt "Care for Integration" in Dui ...
Die SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Dr. Karamba Diaby haben sich am gestrigen 23. Mai 2019 in der Akademie für Pflegeberufe und Management (apm) in Duisburg über das Qualifizierungsprojekt "Care for Integration" des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
SWR / BW-Trend zur Kommunalwahl: Viele Wähler unzufrieden mit Wohnungs- und Verkehrssituation in ihrer Gemeinde (FOTO) ...
Repräsentative Umfrage im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR). Stuttgart. Vor der Kommunalwahl sind 41 Prozent der Baden-Württemberger eher unzufrieden mit der Situation von Mietern in ihrer Kommune. Vor fünf Jahren waren es nur 25 Prozent. Mit der örtlichen Verkehrssituation sind soga
Badische Zeitung: Neuer SWR-Intendant: Haltung bewiesen Kommentar von Heidi Ossenberg ...
Schade, kurze Zeit hatte es so ausgesehen, als würde die Zwei-Länder-Anstalt erstmals von einer Frau geführt werden. Wichtiger aber ist, dass der neue Intendant des Südwestrundfunks - anders als sein Vorgänger, der Jurist Peter Boudgoust- Journalist ist. Als solcher hat sich der 58




