Westfalen-Blatt: ein Kommentar zum Fall Lügde
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anbrennen lassen, nachdem der Verdacht gegen den Steinheimer aufkam,
und noch am selben Tag bei ihm durchsucht. Dass die belastende
Aussage erst jetzt, nach Monaten, zu Protokoll genommen wurde, ist
nicht der Polizei anzukreiden: Sie musste warten, bis das mutmaßliche
Opfer psychisch so gefestigt war, dass man es befragen konnte. Drei
Verdächtige auf einem Campingplatz - das klingt schon fast nach einem
Pädophilenring. Doch darf man nicht übersehen, dass zwischen den
Vorwürfen gegen die beiden Angeklagten und den dritten Camper Welten
liegen. Falls sich der Vorwurf gegen den Steinheimer denn überhaupt
erhärten lässt. Die Durchsuchung bei ihm - sie wird möglicherweise
nicht die letzte Überraschung im Fall Lügde gewesen sein. Denn die
Polizei wird noch weitere mutmaßliche Opfer befragen.
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Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de
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Datum: 04.07.2019 - 21:00 Uhr
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