Mitteldeutsche Zeitung: zu Sarrazin

Mitteldeutsche Zeitung: zu Sarrazin

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(ots) - Es wirft - trotz des ersten juristischen Erfolgs für
die SPD - am Ende doch die Frage auf, ob es klug vom
SPD-Parteivorstand war, das Verfahren gegen Sarrazin einzuleiten.
Obwohl das Ausschlussanliegen mehr als verständlich ist, lautet die
Antwort unterm Strich: Nein. Denn eine jahrelange Auseinandersetzung
wird Sarrazin viel Gelegenheit geben, sich unberechtigt in der
Opferrolle zu präsentieren. Sarrazin tut das schamlos, wenn er sagt,
er hätte den Parteiausschluss wegen eines Buches "bei der
156-jährigen Tradition der SPD, deren Mitglieder vielfachen
Verfolgungen ausgesetzt waren, nie für möglich gehalten". Thilo
Sarrazin und andere werden versuchen, den Mythos zu nähren, die
Meinungsfreiheit werde behindert, Kritiker des Islam würden mundtot
gemacht.



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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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Datum: 11.07.2019 - 18:32 Uhr
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