Wagenknecht: "Das Problem AfD löst man nicht durch Ausgrenzung"
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Sahra Wagenknecht, hat sich dagegen ausgesprochen, mit AfD-Kadern
zusammenzuarbeiten.
ARD-Recherchen hatten ergeben, dass die CDU in einigen Kommunen
mit der AfD kooperiert. Dazu sagte Wagenknecht am Mittwoch im
Inforadio vom rbb: "Das Problem AfD löst man nicht durch Ausgrenzung.
(...) In der AfD gibt es natürlich echte Neonazis, die aus diesem
Bereich auch kommen. Solche Leute zu legitimieren oder auch zu
integrieren, ist ein Problem."
Stattdessen müsse man die Ursachen dafür beseitigen, dass Menschen
von der Politik so enttäuscht seien, dass sie am Ende aus Protest AfD
wählten. Das sei für sie die entscheidende Frage.
"Ich finde, dass man mit Nazis, soweit es sich um solche handelt,
nicht zusammenarbeiten darf. Mit den Kadern der AfD sollte man nicht
zusammenarbeiten. Aber die Wähler der AfD sollte man schon versuchen
zu gewinnen." Da müsse man sehr deutlich differenzieren. Deswegen
finde sie es richtig, in Frage zu stellen, was die CDU mache.
"Nur muss man meines Erachtens nicht glauben, dass das der einzige
Weg ist die AfD zu schwächen. Im Gegenteil: Teilweise stärkt man sie
auch dadurch."
Wagenknecht sagte weiter, dass die AfD das Image pflege: Alle
anderen sind gegen uns. Deswegen habe sie auch den "Hauch einer
Anti-Establishment-Partei", obwohl sie in Wahrheit mit ihren
ökonomischen Forderungen, beispielsweise der nach mehr
Privatisierungen, gar nicht so weit von der CDU entfernt sei.
Wagenknecht betonte weiter, sie wolle auch nach ihrem Rückzug als
Linken-Faktionschefin in einigen Monaten weiter in der Politik aktiv
bleiben: "Viele Entwicklungen im Land machen mir Angst und deswegen
will ich auf jeden Fall politisch aktiv bleiben, nur in einer anderen
Rolle."
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Datum: 11.09.2019 - 08:39 Uhr
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