Klimaschutz: Paritätischer fordert sozial-ökologische Wende
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Koalitionsausschusses zur Klimapolitik appelliert der Paritätische
Wohlfahrtsverband an Union und SPD ein Gesamtpaket zu schnüren, das
nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verträglich und gerecht
sei. Das Soziale dürfe nicht gegen den Klimaschutz ausgespielt
werden, doch dürften die klimapolitischen Maßnahmen der Koalition
auch nicht zur weiteren Spaltung dieser Gesellschaft führen, mahnt
der Verband.
Die aktuell diskutierten Vorschläge für Klimaprämien bspw. für den
Kauf von Elektroautos oder die Anschaffung energiesparender
Haushaltsgeräte bewertet der Paritätische skeptisch. Der Verband
kritisiert, dass diese an der Lebensrealität der vielen Menschen mit
nur geringem Einkommen komplett vorbei gingen. "Politik muss auch die
Menschen im Blick haben, die kaum Geld haben, sich auch mit Prämien
keine Neuwagen leisten können und die auch keine Steuern zahlen.
Ihnen ist mit Konsumprämien nicht geholfen", so Ulrich Schneider,
Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. "Klimaschutz
darf kein Elitenprojekt werden und ein umweltbewusstes Leben darf
kein Luxus sein. Ziel muss es sein, dass sich alle ein klima- und
umweltfreundliches Leben leisten können."
Der Paritätische fordert eine echte sozial-ökologische Wende. "Die
klimapolitischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind eine
große Chance, bestehende Konzepte von Mobilität oder Wohnen komplett
neu zu denken. Jetzt ist die Zeit für innovative Konzepte, um unser
Zusammenleben nicht nur ökologischer sondern auch sozial gerechter zu
gestalten", so Schneider. Es brauche unter anderem neue Lösungen im
Bereich des Wohnens, intelligente Verkehrskonzepte, für alle
bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr und insgesamt eine bessere lokale
Infrastruktur, um durch möglichst kurze Wege nicht nur Verkehr zu
reduzieren, sondern auch ein gutes Leben für alle überall zu
ermöglichen.
Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, pr@paritaet.org, Tel.: 030 24636-305
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Datum: 13.09.2019 - 10:37 Uhr
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