Experiment Leistungsschutzrecht stoppen
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zum Leistungsschutzrecht umgesetzt. Daraufhin hat Google sein Angebot
in Frankreich eingeschränkt. Den Hoffnungen der Presseverlage auf
neue Erlöse durch die EU-Urheberrechtsreform hat der Konzern damit
einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Hierzu der politische Geschäftsführer der Piratenpartei
Deutschland, Daniel Mönch: "Diese Reaktion von Google war zu erwarten
und zeigt mal wieder, dass europäische Verleger und Politiker das
Geschäftsmodel Google im Kern nicht verstanden haben. Denken sie
doch, dass Google ihre Inhalte verkauft und damit sein Geschäft
macht. Das entspricht aber nicht der Realität; der Konzern ist im
Kern ein Online-Anzeigenverkäufer; dies stellte Richard Gingras,
einer der Chefs von Google News, nochmal in einem Blogbeitrag [1]
klar. Google kann ohne größere Nachteile für das eigene Geschäft auf
die Inhalte der Verleger verzichten. Diesen Schluss hätten
Verlagswesen und Politik auch schon bei den gescheiterten Anläufen
für das Leistungsschutzrecht in Deutschland und Spanien ziehen
können. Stattdessen haben die Verantwortlichen die Augen verschlossen
und machen das Gleiche jetzt nochmal auf europäischer Ebene.
Nun könnten wir, die wir schon seit Jahren auf Probleme mit dem
Leistungsschutzrecht hinweisen, uns zurücklehnen und unseren
Kontrahenten erneut beim Scheitern zuschauen. Das ist aber zumindest
für die Piratenpartei keine Option, denn hier geht es nicht nur um
die Bonuszahlungen für die Chefs der größten Verlagshäuser, sondern
auch um die Zukunft von zehntausenden Beschäftigten bei großen und
kleinen Medienunternehmen, von denen viele auf die Angebote von
Google angewiesen sind. Das Experiment Leistungsschutzrecht muss
gestoppt werden, um weiteren Schaden für den europäischen
Digitalmarkt zu vermeiden."
Quellen/Fußnoten: [1] http://ots.de/J0HmJL
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Datum: 26.09.2019 - 10:38 Uhr
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