Breitscheidplatz-Attentäter fotografierte Wohnhaus von Angela Merkel
ID: 1764674
Vorfeld des Anschlags womöglich auch den Wohnsitz der Bundeskanzlerin
ausgekundschaftet.
Dem ARD-Politikmagazin Kontraste und rbb24-Recherche liegen Fotos
vor, die das Bundeskriminalamt auf dem Handy des Attentäters Anis
Amri sichergestellt hat. Darunter ist auch ein Foto, das den
Terroristen vor dem Wohnhaus von Angela Merkel zeigt. Zahlreiche
andere Fotos machte Amri am selben Tag in der Umgebung des Berliner
Doms. Nach Einschätzung des Bundeskriminalamts können diese Fotos
dazu gedient haben, mögliche Anschlagsziele auszukundschaften.
Die Fotos entstanden am 23. Oktober 2016, knapp sieben Wochen vor
dem Weihnachtsmarkt-Attentat. Amri zeigt auf einem Selfie vor dem
Berliner Dom mit entschlossener Miene den Tauhid-Finger, sein
Bekenntnis zum Islam. Die BKA-Ermittler kommen in ihrem
Auswertungsvermerk ein halbes Jahr später zu dem Schluss, dass Amri
den Bereich um den Berliner Dom zu diesem Zeitpunkt "als potentielles
Anschlagsziel in Betracht gezogen haben könnte". Wenige Minuten zuvor
hatte der Terrorist sich auch vor dem Wohnhaus von Angela Merkel
abgelichtet. Die Ermittler des BKA erwähnen in ihrer Auswertung
jedoch nur das benachbarte Magnus-Haus, seit Jahren Sitz der
Deutschen Physikalischen Gesellschaft. "Dass hier nicht mal die
Option, dass hier auch das Haus der Kanzlerin betroffen sein könnte,
in den Akten vermerkt ist, hat uns sehr irritiert.", sagt der Grüne
Innenexperte Konstantin von Notz. "Darüber werden die
Sicherheitsbehörden Auskunft geben müssen. Das ist ein relevanter
Sicherheitsaspekt für unser Land", so von Notz weiter. Auch die
Frage, ob das Kanzleramt über den Vorgang informiert wurde, bleibt
unbeantwortet. Die für die Ermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft
wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.
Im Herbst 2016 hatte Amri noch weitere Orte in Berlin aus
verschiedenen Perspektiven aufgenommen: die Oberbaumbrücke in
Kreuzberg und Party Locations in der Nähe, schließlich den
Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.
Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
Kontraste
Das Magazin aus Berlin
Telefon: +49 30 97993 22800
Telefax: +49 30 97993 22809
kontraste@rbb-online.de
http://www.rbb-online.de/kontraste/
Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.10.2019 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1764674
Anzahl Zeichen: 2658
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Breitscheidplatz-Attentäter fotografierte Wohnhaus von Angela Merkel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Arbeitgeber erneut ermahnt, Mitarbeitern - wenn technisch möglich - die Arbeit im Homeoffice zu erlauben. Im ARD-Mittagsmagazin betonte er, das gelte sowohl für die Privatwirtschaft als auch den öffentlichen Dienst. Da gebe es "einige, die haben
Brandenburg will Clearingstelle zu Corona-Schutzimpfungen ...
In Brandenburg sollen zukünftig jüngere, pflegebedürftige Menschen früher gegen COVID-19 geimpft werden können als bisher geplant. Wie der rbb aus dem Gesundheitsministerium erfuhr, hat Ministerin Ursula Nonnemacher (B'90/Grüne) entschieden, eine Clearingstelle einzurichten, die in Absti
Karl Lauterbach (SPD) ruft Spahn zurÜberarbeitung der Impfverordnung auf ...
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu auf, die aktuell geltende Impfverordnung zu überarbeiten. Die aktuelle Priorisierung von Impfanwärtern vernachlässige pflegebedürftige Hochrisikogruppen, sagte Lauterbach im ARD-Mittagsmagazin: "Dam
Weitere Mitteilungen von Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Forschungspolitik/Karliczek/Batterieforschungszentrum ...
Es ist die zynische Seite knallharter Machtpolitik, die im Forschungsausschuss des Deutschen Bundestages demonstriert worden ist. Ministerin Anja Karliczek musste sich zum wiederholten Male vor dem Ausschuss gegen Vorwürfe wehren, bei der Entscheidung über den Standort der Forschungsfabrik sei
"Studio Friedman" am 24. Oktober: "Gespaltene Gesellschaft - Wie groß ist die Gefahr von Rechts?" ...
Vor zwei Wochen der Anschlag auf die Synagoge mit zwei Todesopfern in Halle/Sachsen-Anhalt. Brandanschläge auf eine Moschee in Dortmund. Morddrohungen gegen Politiker. Täglich gibt es rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Vorfälle in Deutschland. Im Internet scheinen Hass und
neues deutschland: Kommentar zur Kritik an Julia Klöckner ...
Der Agrarbericht 2019 zeigt vor allem eins: Die harsche Kritik an Julia Klöckner ist nicht fair. Denn so viele Veränderungen gab es gar nicht in den letzten vier Jahren. In diesem Sinne steht die Bundeslandwirtschaftsministerin mit ihrer Arbeitsweise in einer Reihe mit ihren Vorgängern. Beisp
Dr. Christina Baum: "Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) ist die neue Stasi im vermeintlich demokratischen Gewand!" ...
Mit Entsetzen äußert sich die AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Christina Baum zu den jüngsten Spitzel-Anwerbeversuchen in Baden-Württemberg. "Von verschiedenen Personen wurde mir berichtet, wie sie von ominösen Mitarbeitern von 'konex', dem Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Ba




