Rupprecht/Tiemann: Mehr Kooperation für bessere Bildung nötig
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Am heutigen Dienstag wurden die Ergebnisse der OECD-Erhebung PISA 2018 in den
Bereichen Lesen (Schwerpunkt), Mathematik und Naturwissenschaften
veröffentlicht. Hierzu erklären der bildungs- und forschungspolitische Sprecher
der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Albert Rupprecht, und die
zuständige Berichterstatterin Dietlind Tiemann:
Albert Rupprecht: "Es ist erfreulich, dass Deutschland über dem
OECD-Durchschnitt liegt. Dennoch können wir uns nicht zufriedengeben, denn die
Fortschritte sind überschaubar. Unser Anspruch muss sein, bald zur Spitzengruppe
zu zählen. PISA 2018 zeigt deutlich, dass wir unser Bestreben nach mehr
föderaler Bildungskooperation verstärken müssen. Das ist erst recht notwendig,
nachdem der nationale Bildungsrat bei einigen Bundesländern auf Ablehnung stößt.
Dabei ist klar: Schulbildung ist eine Kernkompetenz der Bundesländer. Wir müssen
neue Wege für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern finden,
gemeinsame und verbindliche Bildungsziele festlegen und entsprechend der
föderalen Zuständigkeit und jeweiligen Verantwortung engagiert daran arbeiten.
Das sollte auf einem neuen Bildungsgipfel diskutiert werden."
Dietlind Tiemann: "Die relativ stabilen Ergebnisse der neuen PISA-Studie dürfen
nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiter vor großen Herausforderungen
stehen. Wir sind bei den Naturwissenschaften auf dem richtigen Weg, haben aber
bei der Lesekompetenz noch Nachholbedarf. Die große Streuung der Ergebnisse in
den Bundesländern bedeutet auch, dass es zwischen den Ländern in der KMK endlich
ein Miteinander und eine Orientierung an den besten Ergebnissen und Erfahrungen
geben muss. Daneben brauchen wir weiter Investitionen in die Qualität der
schulischen Infrastruktur und die Lehrerinnen und Lehrer. "
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Datum: 03.12.2019 - 12:29 Uhr
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