Jüdischer Weltkongress: Präsident Ronald Lauder dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel für deutschen Beitrag in Höhe von 60 Millionen Euro zum Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (FOTO)
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(ots) - Anlässlich ihres ersten Besuches auf dem Gelände des
Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau dankte der Präsident
des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, der deutschen Bundeskanzlerin
Angela Merkel dafür, dass Deutschland der Stiftung zur Erhaltung der
Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro bereitstellt. Angela Merkels
Besuch ist der erste in ihrer 14-jährigen Amtszeit als Bundeskanzlerin, der
erste Besuch eines deutschen Regierungschefs seit 19 und erst der vierte
Kanzler-Besuch in Auschwitz überhaupt. Der Besuch findet kurz vor dem 75.
Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau und unter dem Vorzeichen eines
zunehmenden Antisemitismus in Europa und weltweit statt.
Bundeskanzlerin Merkel trat durch das berüchtigte Tor des Lagers mit der
Aufschrift "Arbeit Macht Frei" ein und entzündete eine Kerze zum Gedenken an die
mehr als 1,1 Millionen Menschen, die in Auschwitz getötet wurden. Begleitet
wurde sie vom polnischen Premierminister Mateusz Morawiecki, dem Direktor des
Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Piotr M.A. Cywinski, sowie dem
Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.
WJC-Präsident Lauder führte Bundeskanzlerin Merkel durch die konservatorische
Werkstatt des Museums, das an der Erhaltung jedes Gebäudes, jedes Dokumentes und
aller Gegenstände bis hin zu jedem einzelnen Schuh arbeitet. Präsident Lauder
engagiert sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung des Standorts
Auschwitz-Birkenau und sammelte international mehrere zehn Millionen Dollar, um
die Erhaltung einschließlich der Einrichtung der konservatorischen Werkstatt im
Jahr 2003 zu finanzieren. Bundeskanzlerin Merkel besuchte auch das Gebäude der
sogenannten "Zentralsauna" ehemaligen Lager Birkenau, in dem die Häftlinge einer
"Desinfektion" unterzogen wurden, bevor sie zur Sklavenarbeit gezwungen wurden.
"Der Antisemitismus bleibt eine niederträchtige, allgegenwärtige und
wiederauflebende Kraft auf der Welt und macht die Holocaust-Erziehung so wichtig
wie nie zuvor", sagte WJC-Präsident Lauder. "Bundeskanzlerin Merkel ist eine
geschätzte und verlässliche Verbündete im Kampf gegen diesen ältesten Hass. Der
Erhalt und die Erhaltung der Überreste des Holocaust sind von entscheidender
Bedeutung, um genaue Aufzeichnungen über die begangenen Gräueltaten zu führen,
zumal die überlebenden Zeitzeugen, die aus erster Hand berichten können, immer
weniger werden. Nur wenn wir die Vergangenheit kennen, können wir unsere Zukunft
schützen, und wir sind Bundeskanzlerin Merkel zutiefst dankbar, dass sie sich
für die Erhaltung des Ortes einsetzt, an dem die Nazis fast eine Million Juden
ausschließlich deshalb brutal ermordeten, weil sie Juden waren."
Bundeskanzlerin Merkel würdigte die Konservierungsarbeiten und dankte: "Mit
große, Engagement wurde dafür gesorgt, dass dieser Ort weiter Zeugnis ablegt."
"Diese Geschichte muss erzählt werden, immer und immer wieder", so Merkel.
Im Oktober 2019 zeichnete der Jüdische Weltkongress Bundeskanzlerin Merkel mit
dem WJC Theodor Herzl Preis für ihre Bemühungen um den Schutz und die Förderung
des jüdischen Lebens in Deutschland und ihre Unterstützung Israels aus.
Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist einer der wichtigsten sichtbaren und
erlebbaren Orte des Holocaust und eine wichtige Erinnerung an das Böse, das aus
Fanatismus und Hass entstehen kann.
Der Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
findet zu einer Zeit statt, in der Antisemitismus und Nationalismus in ganz
Europa und in den USA zunehmen und das weltweite Verständnis für den Holocaust
abnimmt. So steigt in Deutschland seit Jahren die Zahl der antisemitischen
Straftaten an.
Der Jüdische Weltkongress und Präsident Lauder werden am 27. Januar 2020, dem
Internationalen Holocaust-Gedenktag, zum 75. Jahrestag der Befreiung von
Auschwitz-Birkenau abermals in die Gedenkstätte kommen, um mit rund 200
Überlebenden sowie Staatsoberhäuptern und Vertretern jüdischer Gemeinden aus
aller Welt gemeinsam zu gedenken.
Im Vorfeld des Internationalen Holocaust-Gedenktages wird das WJC seine vierte
jährliche weltweite #WeRemember-Kampagne starten, um über die Schrecken des
Holocaust weiter aufzuklären.
Über den Jüdischen Weltkongress
Der World Jewish Congress (WJC) ist die internationale Organisation, die
jüdische Gemeinschaften in 100 Ländern gegenüber Regierungen, Parlamenten und
internationalen Organisationen vertritt.
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Mobil: +49 177 505 73 00
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Datum: 06.12.2019 - 13:40 Uhr
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