Jegliche Zweifel ausräumen / Kommentar von Dominik Bath um den Streit um den Direktorenposten der Bauakademie
ID: 1782743
der neu zu gründenden Berliner Bauakademie ist zum Start hingegen vieles
schlecht gelaufen. Mit dem SPD-Politiker und bisherigen parlamentarischen
Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold, soll ein Mann neuer
Direktor der Bauakademie werden, der unbestritten nicht vom Fach ist. Gegen die
Auswahl Pronolds durch die politisch geprägte Findungskommission hat sich
deshalb Widerstand aus der Architektenwelt gebildet. In einem offenen Brief
hatten anerkannte Persönlichkeiten Pronolds Eignung angezweifelt, die künftige
Bauakademie als ein relevantes und angesehenes Architekturzentrum etablieren zu
können. Zwei im Auswahlverfahren unterlegene Bewerber bemühen jetzt das Gericht,
um die Berufung des Berufspolitikers doch noch zu verhindern.
Dass Pronold per se eine schlechte Wahl ist, ist nicht gesagt. Der Direktor
eines Theaters muss auch kein Schauspieler sein, um der Einrichtung Leitlinien
vorzugeben. Der Eindruck, dass hier einem langjährigen SPD-Politiker ein
sicherer Posten verschafft werden sollte, drängt sich allerdings auf. Denn
zentrale, in der Stellenausschreibung festgeschriebene Kriterien treffen auf
Pronold schlichtweg nicht zu.
Der durch die öffentliche Diskussion entstandene Schaden um die Besetzung der
Leitungsstelle ist bereits groß. Schon vor Beginn seiner Tätigkeit ist der
designierte Gründungsdirektor belastet. Der anstehende Prozess kann aber für
alle Beteiligten eine Chance sein. Nur durch eine Aufarbeitung können jegliche
Zweifel an dem durchgeführten Berufungsverfahren ausgeräumt werden. Auch die
Politik muss Interesse daran haben, Transparenz in die Sache zu bringen. Gelingt
das nicht, ist nicht nur die Bauakademie beschädigt, sondern auch die
Demokratie.
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Datum: 04.01.2020 - 22:00 Uhr
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