Kostentreiber Medikamente - Wer muss jetzt sparen?
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Kostentreiber Medikamente - Wer muss jetzt sparen?
Doch wer muss jetzt sparen? Bisher koennen Unternehmen neue, patentgeschuetzte Medikamente zu einem beliebigen Preis auf den Markt bringen, der von den Kassen gezahlt werden muss. Die Kostensteigerung bei Medikamenten (ohne Impfstoffe) lag laut AOK im letzten Jahr bei knapp 6 Prozent!
Der Gesundheitsminister will die Pharmaindustrie kuenftig zwingen, mit den Krankenkassen ueber den Preis neuer Medikamente zu verhandeln. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, geht noch einen Schritt weiter und fordert einen "Pharma-Soli". Per Gesetz sollen die Hersteller fuer drei Jahre verpflichtet werden, ihre Medikamentenpreise um 10 Prozent zu senken.
Dagegen protestiert der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) heftig. Er lehnt diese "alten Modelle der Regulierung" ab. Von ueberhoehten Medikamentenpreisen in Deutschland koenne keine Rede sein.
Doch woher kommen dann die grossen Preisunterschiede (von bis zu 60
Prozent) bei Medikamenten deutscher Hersteller in verschiedenen europaeischen Laendern? Sollte das Kosten-Nutzen-Verhaeltnis von Medikamenten vor der Markteinfuehrung durch unabhaengige Experten geprueft werden, wie es Verbraucherschuetzer vorschlagen? Werden die Konzerne die gesetzlichen Rabatte kuenftig einfach auf ihre Preise aufschlagen? Und ist dann nicht wieder der Versicherte der Dumme?
Darueber diskutiert Moderatorin Ines Krueger mit:
- Dr. Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV),
- Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse,
- Cornelia Yzer, Hauptgeschaeftsfuehrerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller,
- Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Zuschauerinnen und Zuschauer, die Fragen an die Gespraechsgaeste haben, mailen diese bitte an Buergermoderatorin Ines Klein. Ihre Mailadresse:
faktist-magdeburg@mdr.de.
zum Artikel bei MDR.DE:
http://www.mdr.de/presse/fernsehen/7158937.html
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Datum: 12.03.2010 - 22:47 Uhr
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