Kommentar zur Debatte um Hass und neuen Antisemitismus

Kommentar zur Debatte um Hass und neuen Antisemitismus

ID: 1788117
(ots) - "Wir", schreibt CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in einem am
Montag veröffentlichten Zeitungsbeitrag, "haben zugelassen, dass Menschen
ausgegrenzt werden", seien es Juden, Muslime oder Geflüchtete. Jeder müsse jetzt
"Hass und Ausgrenzung aktiv bekämpfen". Wenn das ernst gemeint ist, müsste es
demnächst eine grundlegende Wende in der deutschen Asyl- und Migrationspolitik
geben. Vor allem müssten die Wortführer der Unionsparteien, aber auch von FDP
und SPD darüber nachdenken, welchen Beitrag sie durch ihre Politik und ihre Art
des Sprechens über Geflüchtete und Migranten wie auch durch das Verharmlosen
rechter Gewalt und Hetze jahrzehntelang zu Verrohung und "Demokratieverachtung"
geleistet haben. Wenn ausgerechnet Markus Söder anlässlich des
Holocaust-Gedenktages mit dem Finger auf die AfD zeigt und sie zur
Hauptverantwortlichen für zunehmenden Antisemitismus und "Hass" erklärt, dann
erinnert er schon sehr an den Feuerwehrmann, der zündelt und sich dann als
Brandbekämpfer feiern lässt. Gerade Söders CSU hat sich in der Debatte um Flucht
und Migration mit der AfD jahrelang einen Überbietungswettkampf um die
diffamierendsten Vokabeln geliefert. Mit ihrem Gerede von "Asyltourismus" und
"Anti-Abschiebe-Industrie" haben CSU-Politiker den Hass auf Geflüchtete und ihre
Unterstützer geschürt. Wenn einige Konservative nun selbstkritische Töne
anschlagen, bleibt zu hoffen, dass ihre Einsichten nicht zu spät kommen.

Pressekontakt:

neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/59019/4503993
OTS: neues deutschland

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell


Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  PIRATEN veröffentlichen Übersicht zu Polizeigesetzen Mehr Respekt wagen / Die Arbeit von Kommunalpolitikern ist für Gemeinden unverzichtbar. Doch viele von ihnen werden bedroht.
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.01.2020 - 18:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1788117
Anzahl Zeichen: 1894

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 789 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kommentar zur Debatte um Hass und neuen Antisemitismus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

neues deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"neues deutschland" heißt jetzt "nd.DerTag" ...

Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die wei ...

Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...

Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus ei ...

Alle Meldungen von neues deutschland


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z