Kommentar: Die Privatversicherung muss bleiben

Kommentar: Die Privatversicherung muss bleiben

ID: 1793711
(ots) - Es gibt durchaus Gründe, sich gegen die private
Krankenversicherung zu entscheiden: Wer bereits krank ist, übersteht die
Risikoprüfung nicht oder muss mit hohen Beiträgen leben. Wer Kinder hat, ist bei
der kostenlosen Familienmitversicherung der Krankenkassen meist besser
aufgehoben. Und wer wenig Einkommen im Alter hat, droht von den oft saftigen
Beitragserhöhungen überfordert zu werden. Mal abgesehen davon, dass manche Ärzte
Privatpatienten auch gerne überflüssige Untersuchungen angedeihen lassen, nur
weil die Privatversicherung zahlt. Doch all das sind keine Gründe, die private
Versicherung abzuschaffen und in einer Bürgerversicherung für alle aufgehen zu
lassen, wie es Grüne und SPD seit Jahren fordern. Nun scheint die
Bertelsmann-Stiftung diese Position zu stärken: Danach würden alle
Kassenpatienten 145 Euro im Jahr sparen, wenn endlich auch Beamte,
Selbstständige und Gutverdiener Zwangsmitglieder würden. Doch die Studie ist
eine Luftnummer. Müsste die gesetzliche Krankenversicherung die Honorarverluste
für die Ärzte ausgleichen, würde die Ersparnis zusammenschnurren. Ein abrupter
Systemwechsel wäre mit der Verfassung nicht zu vereinbaren und deshalb politisch
kaum durchsetzbar. Und auch ökonomisch wäre mit einer Einheitsversicherung wenig
gewonnen. Wenn in 20 Jahren bei den umlagefinanzierten Krankenkassen immer
weniger Beitragszahler für immer mehr alte Menschen aufkommen müssen, wird man
froh sein, mit der kapitalgedeckten Privatversicherung eine zweite Säule zu
haben. Gerechter würde es durch die Bürgerversicherung auch nicht: In Ländern,
wo Menschen sich nicht privat absichern können, stehen privatärztliche
Leistungen nur den wirklich Reichen offen. Und das ist deutlich unfairer als das
bisherige System.

www.rp-online.de

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion



Telefon: (0211) 505-2627

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/30621/4522936
OTS: Rheinische Post

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schwere Vorwürfe gegen JVA-Mitarbeiter Bedienstete sollen Fotos von Gefangenen und beleidigende Texte ausgetauscht haben - Kölner Anstalt zieht Konsequenzen - Polizei ermittelt Kommentar: Die Bestimmtheit der Schützen ist lobenswert
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.02.2020 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1793711
Anzahl Zeichen: 2255

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 620 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kommentar: Die Privatversicherung muss bleiben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rheinische Post (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...

Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich n ...

Alle Meldungen von Rheinische Post


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z