Kommentar / Bei Corona hilft kein Konjunkturprogramm = Von Antje Höning

Kommentar / Bei Corona hilft kein Konjunkturprogramm = Von Antje Höning

ID: 1797481
(ots) - Die Corona-Krise ist nicht nur für das Gesundheitssystem eine
Herausforderung, sondern auch für die Weltwirtschaft, die ohnehin in einer
Schwächephase ist: In China geht ein langer Boom zu Ende, die zweitgrößte
Volkswirtschaft der Welt schwächelt. Donald Trump hat Handelskriege angezettelt,
die Firmen in aller Welt verunsichern. Nun kommt Corona hinzu. Wer geglaubt
hatte, das Ganze sei ein chinesisches Problem, wurde eines Besseren belehrt. Der
Börsencrash in der vergangenen Woche lässt böse Erinnerungen an die Lehman-Krise
wach werden. Die Pleite der US-Bank 2008 löste bedrohliche Kettenreaktionen aus.
Und anders als damals haben die Notenbanken ihr Pulver bereits verschossen, der
Leitzins in der Eurozone liegt bei null. Und anders als damals steckt nicht die
Finanz- die Realwirtschaft an, sondern umgekehrt.

Zu Recht suchen Wirtschaftspolitiker nach Mitteln gegen die Krise. 2008 hat
Deutschland gelernt, dass eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes viele
Industriearbeitsplätze retten kann. Banken bereiten Notfallpläne vor, um trotz
drohender Personalausfälle das tägliche Bankgeschäft aufrechtzuerhalten. Für
Panik besteht kein Anlass. Was wir aber nicht brauchen, sind hektisch geschnürte
Konjunkturprogramme. Schon gar nicht sollten sie Branchen erhalten wie der
Autobau, die Corona jetzt als Vorwand nehmen, um hausgemachte Probleme beim
Staat abzuladen. Aktuell hat die Weltwirtschaft eher ein Angebots- als ein
Nachfrageproblem. Bei allem Segen der Globalisierung: Mittelfristig werden sich
deutsche Firmen überlegen müssen, ob sie sich weiter so einseitig an Vorprodukte
aus China binden. Dass von 97 therapierelevanten Wirkstoffen in Deutschland 50
Prozent aus China kommen, wirft ein Schlaglicht darauf, wie verwundbar die
Wirtschaft geworden ist.

www.rp-online.de

Pressekontakt:

Rheinische Post


Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/30621/4535777
OTS: Rheinische Post

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WESTFALEN-BLATT (Bielefeld): Kommentar zur Deutschen Bischofskonferenz Kommentar / Europa hat fünf Jahre vertan = Von Gregor Mayntz
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.03.2020 - 21:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1797481
Anzahl Zeichen: 2286

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 670 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kommentar / Bei Corona hilft kein Konjunkturprogramm = Von Antje Höning"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rheinische Post (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Gladbachs Neuhaus mag keine Kroos-Schweinsteiger-Vergleiche ...
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er

Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten

NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock


Weitere Mitteilungen von Rheinische Post


WESTFALEN-BLATT (Bielefeld): Kommentar zur Deutschen Bischofskonferenz ...
Reform oder Restauration? Das ist die Frage, wenn die Deutsche Bischofskonferenz an diesem Dienstag einen neuen Vorsitzenden wählt. Und doch greift das Thema weiter, denn an Herausforderungen wird es dem Nachfolger für Kardinal Reinhard Marx nicht fehlen. Die Bischofskonferenz ist uneins, in wel

Das Erste, Dienstag, 3. März 2020, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Hubertus Heil, SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales, Thema: Arbeitsmarkt und Corona 8.05 Uhr, Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, Thema: Medikamenten-Engpässe Pressekontakt: Weitere Informationen unter www.ard-morgenmagazin.de Redaktion: Martin Hövel WDR Kommunikation

Mitteldeutsche Zeitung zu Syrien ...
Die Europäische Union sollte, statt sich politisch und emotional spalten zu lassen, die Nerven bewahren, zusammenrücken und ein langfristiges Ziel klar definieren: Es geht um ein Syrien, in das die geflohenen Syrer eines Tage zurückkehren können - mit erhobenem Haupt, mit neu gewonnenen beruf

neues deutschland: Kommentar zum gescheiterten Friedensabkommen in Afghanistan ...
Das Friedensabkommen zwischen USA und Taliban ist keine vier Tage alt, da haben Letztere angekündigt, den Kampf gegen die Regierung in Kabul wieder aufzunehmen. Zuvor wurde, als Bedingung Washingtons, gerade einmal eine Woche reduzierter Gewalt vereinbart. Die ist jetzt vorbei, und die Taliban w


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z