"nd.Der Tag": Schriftstellerin Jana Hensel beklagt Diskriminierung von Ostdeutschen und Migranten
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Ostdeutsche wie auch Menschen mit Migrationshintergrund seien mit einem Anteil von 25 bzw. 26 Prozent an der Gesamtbevölkerung zwar keine marginalen, aber dennoch marginalisierte Gruppen. Sie würden gleichermaßen Diskriminierung, Ausgrenzung und Abwertung sowie "eine Fremdbeschreibung aus einer weißen westdeutsch dominanten Perspektive" erfahren, so Jana Hensel.
Die mehrfach preisgekrönte Publizistin warnt zugleich davor, dass Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus als ein lediglich ostdeutsches Phänomen abzutun und mit angeblich weniger Demokratieerfahrungen und Erbe der DDR erklären zu wollen: "Das wäre sehr verkürzt und ist ebenso falsch, wie wenn man allen Muslimen einen Hang zum Islamismus vorwerfen wollte." Vielmehr hält sie "die Erfahrungen der Ostdeutschen in den frühen 90er Jahren, das Zusammenbrechen ihrer Gesellschaft, die Massenarbeitslosigkeit, den rasanten Um- und Abbau für wesentlich entscheidender".
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Datum: 26.11.2020 - 16:50 Uhr
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