Kommentar "nd.DerTag" zum Vorstoß von Anja Karliczek gegen die Kleinstaaterei in der Bildungspolitik
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Umso hoffnungsvoller stimmt es, wenn mit Bildungsministerin Anja Karliczek nun auch eine konservative Politikerin eine inhaltliche Kooperation von Bund und Ländern in der Bildungspolitik, speziell bei der Digitalisierung, anmahnt. Bisher darf der Bund nur Geld geben, seine Vergabe aber nicht an Bedingungen knüpfen. Dass sofort Gegenwind etwa vom Landkreistag kommt, sagt viel über die Geisteshaltung der Kritiker, die Besitzstandswahrung betreiben, statt endlich dafür zu sorgen, dass in Hintertupfingen die gleichen Lehrpläne gelten wie in Torgelow. Und wenn ein konservatives Blatt behauptet, Karliczek habe den "Kampf gegen den Bildungsföderalismus" aufgenommen, ist das geradezu böswillig. Denn die Ministerin plädiert lediglich dafür, jene Themen zu "identifizieren, die Bund und Länder gemeinsam besser angehen können als jedes Bundesland allein". Es geht also um Kooperation und Nutzung von Synergieeffekten, nicht um Verordnungen von oben - und das sollte im Interesse der Kinder wohl das Mindeste sein.
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Datum: 11.01.2021 - 18:03 Uhr
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