"nd.DerTag": Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung zu integrieren, funktioniert
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Befragt zu den Auswirkungen der Coronakrise erklärte Becking, er habe keine Sorge, "dass wir in Berlin zu wenige Arbeitsplätze haben werden". Dennoch seien mindestens 25 000 Menschen hart getroffen: "Die Minijobber und die geringfügig Beschäftigten sind Verlierer der Krise", betonte der ehemalige Arbeitsagenturchef. Vor allem unter den Beschäftigten im Einzelhandel, in Hotels und der Gastronomie seien diese zu finden. Dem stationären Handel attestierte Becking eine "echte Strukturkrise. "Angesichts des Onlinekaufs vieler neuer Kunden wird sich die Frage stellen, ob wir so viele Menschen nachher noch mal im Handel benötigen, der ganz anders aussehen wird als vor der Krise. Damit werden wahrscheinlich viele Arbeitsplätze entfallen und Alternativen müssen gesucht werden - für die Menschen und Unternehmen."
Als größtes Problem betrachtet der zukünftige EU-Berater die in Berlin herrschende Bildungsarmut und Bildungsdiskriminierung: "Viele junge Menschen kommen ohne Schulabschluss und dann ohne Ausbildung auf den Arbeitsmarkt." Die Pandemie werde diese Lage noch weiter verschlechtern. "Die Mutter der Probleme der Menschen am Arbeitsmarkt ist Bildungsarmut. Sie beginnt in den Schulen und der sozialen Herkunft und hält häufig ein ganzes Leben lang an. Diese Krise birgt das Risiko, dass gerade die, die stets schlecht starten, noch schlechtere Chancen haben werden." Das zu verhindern, sei sein großer Wunsch, so Becking.
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Datum: 14.01.2021 - 15:52 Uhr
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