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RTL/ntv-Trendbarometer / FORSA-AKTUELL: Union wieder bei 30 Prozent - "Ampel"-Koalition hätte keine Regierungs-Mehrheit mehr

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(ots) - CDU/CSU 30, Grüne 20, SPD 14, FDP 12, Linke 7, AfD 9 Prozent

Zum ersten Mal seit Anfang März erreichen die Unionsparteien im RTL/ntv-Trendbarometer wieder die 30-Prozentmarke. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich die CDU/CSU erneut um einen Prozentpunkt verbessert. Auch die Linke und die sonstigen kleineren Parteien gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. SPD, Grüne und FDP verlieren je einen Prozentpunkt.

Damit ist der Vorsprung der Union vor den Grünen auf zehn Prozentpunkte angewachsen. Die SPD wird mit 16 Prozentpunkten hinter der CDU/CSU, 6 Prozentpunkten hinter den Grünen und zwei Prozentpunkten vor der FDP drittstärkste Partei.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 30 Prozent (Bundestagswahl 2017: 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 12 Prozent (10,7%), Grüne 20 Prozent (8,9%), Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 9 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Grün-Rot-Gelb verfehlt Regierungsmehrheit

Bei einer Bundestagswahl würde das Parlament im Vergleich zu 2017 um 62 auf 771 Abgeordnete wachsen. Die Sitzverteilung wäre wie folgt: Union 254 Mandate (plus 8), Grüne 167 Mandate (plus 100), SPD 117 Mandate (minus 36), FDP 100 Mandate (plus 20), Linke 58 Mandate (minus 11) und AfD 75 Mandate (minus 19).

Die von der künftigen Regierung benötigte Stimmen-Mehrheit im Bundestag liegt bei 386 Parlamentariern. Demnach sind derzeit nur zwei Regierungs-Bündnisse denkbar: Schwarz-Grün mit zusammen 441 Mandaten und die schwarz-rot-gelbe so genannte "Deutschland-Koalition" mit zusammen 471 Mandaten. Eine grün-rot-gelbe "Ampel-Koalition" würde mit 384 Mandaten die regierungsfähige Mehrheit knapp verpassen. Auch für die derzeitige Regierung aus Union und SPD, die zusammen 371 Mandate hätten, würde es nicht reichen. Eine "Links-Koalition" aus Grünen, SPD und Linke käme auf 342 Mandate und könnte demnach ebenfalls keine Regierung bilden.



Von Laschet enttäuschte Unions-Wähler kehren zurück

Während der vergangenen fünf Wochen hat sich die CDU/CSU in kleinen Schritten wieder nach oben gearbeitet. Nach der Nominierung von Armin Laschet statt Markus Söder zum Kanzlerkandidaten der Union hatte die Partei deutlich an Sympathien verloren: Im April wollte nur noch die Hälfte der Unions-Wähler von 2017 (50%) erneut CDU oder CSU wählen. Der größte Anteil der enttäuschten Unions-Wähler (17%) wollte gar nicht mehr wählen, 16 Prozent wollten die Grünen, 8 Prozent FDP wählen. 9 Prozent wollten sich für eine andere Partei entscheiden.

Jetzt ist ein Großteil der enttäuschten Abwanderer wieder zurückgekehrt. Aktuell wollen 64 Prozent der Unions-Wähler von 2017 wieder CDU oder CSU wählen. Für die Grünen würden sich noch 9, für die FDP 7 Prozent entscheiden. Und statt 17 würden derzeit noch 12 Prozent der Unions-Wähler von 2017 nicht zur Wahl gehen.

Kanzlerfrage: Mehrheit für Baerbock bei den Jüngeren, für Laschet bei den Älteren

Das "Sommer-Hoch" der Union wird nicht von deren Kanzlerkandidat Armin Laschet ausgelöst: Für Laschet würden sich wie in der Vorwoche 25 Prozent aller befragten Wahlberechtigten entscheiden. Damit entspricht der Anteil der Laschet-Befürworter in etwa dem Anteil der Anhänger der Union - wenn man diesen Anteil nicht wie bei der ausgewiesenen politischen Stimmung auf diejenigen bezieht, die sich auch an der Wahl beteiligen wollen (30%), sondern auf die Wahlberechtigten insgesamt (23%). Zum Vergleich: Angela Merkel erreichte im Wahljahr 2009 stetig über 50 Prozent Zustimmung, desgleichen im Sommer 2017.

Auch für Annalena Baerbock bleiben die Sympathiewerte unverändert. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 25 Prozent für Laschet, 21 Prozent für Baerbock und 14 Prozent für Olaf Scholz entscheiden. Scholz würde gegenüber der Vorwoche 2 Prozentpunkte verlieren. 40 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden. Besonders groß ist die Ablehnung bei den FDP-Anhängern: 55 Prozent von ihnen wollen weder Laschet noch Baerbock noch Scholz im Kanzleramt sehen.

32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen würden Baerbock ins Kanzleramt wählen, Laschet dagegen nur 16 Prozent. 30 Prozent der über 60-Jährigen würden sich für Laschet entscheiden, aber nur 16 Prozent für Baerbock. Scholz kommt bei den Jüngeren auf 10, bei den Älteren auf 20 Prozent Zustimmung.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 22. bis 28. Juni 2021 erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte.

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Mediengruppe RTL Deutschland: Michelle Wilbois, Telefon 0221 45674105
Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030 62882442

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